Shanti Ananda

The Nature Concept School

Shanti Ananda newsletter 3/2007

 50 Jahre Nutzungsrecht für unser Schulgebäude!

Am 28.2. fand eine sehr wichtige Versammlung im Panchayat von Mudigubba statt (Panchayat ist hinsichtlich einer Bürgermeisterei vergleichbar), in der über die Zukunft unserer Schule im Hinblick auf das Gebäude-Nutzungsrecht entschieden wurde. In früheren newslettern habe ich erwähnt, daß unser Schulgebäude – eigentlich ein Tempel – aufgrund eines Abkommens zwischen dem Besitzer Nithananda Swamy und dem Schulgründer Nagananda Swamy als Schule genutzt werden durfte - das Gebäude selber befindet sich auf kommunalem Boden. Dieses Abkommen galt für den Nagananda Trust und nicht für unsere Shanti Ananda Schule. Daher hat Schulleiter Chandra Mohan vor einigen Wochen Kontakt mit dem  Nithananda Swamy aufgenommen, um ihn zu bitten, unserer Schule das Nutzungsrecht für das Gebäude zu übertragen. Da unsere Ziele im wesentlich die gleichen sind wie die von Schulgründer Nagananda Swamy (freie Erziehung für die Kinder der Armen), stimmte Nithananda Swamy unserem Wunsch zu. (v. l. n. r.: Ehemann unserer stellvertretenden Schulleiterin; Surpanch (Leiter des Panchayat); Swami Nithananda; Angestellter; ich; Manjunath Reddy; Vater; Angestellter)

Am 13.2. wurde vom Nagananda Trust ein neuer Educational  Trust gegründet, der sehr gerne unsere Schule übernommen hätte. Dagegen wehrten sich die Eltern unserer Schulkinder und auch die LehrerInnen vehement – sie wollten keinesfalls ihre erst vor wenigen Monaten gegründete Society aufgeben. Swamy Nithananda, der sich nun in einem Dilemma befand, übergab die Angelegenheit dem Panchayat. Der Surpanch (Leiter des Panchayats) entschied zugunsten der Shanti Ananda Schule – diese ist aufgrund des Engagements der LehrerInnen und der Eltern mittlerweile in Mudigubba einigermaßen bekannt. Sie darf in den nächsten 50 Jahren das Gebäude als Schulgebäude nutzen. Einzige Auflage: die Schule muß monatlich eine "Miete" in Höhe von 101.- Rupees bezahlen.

Damit ist der Weg geebnet für eine umfassende Renovierung. Um die Trinkwasserversorgung für unsere Schule zu gewährleisten, muß der Wassertank gereinigt und abgedeckt werden. Die Decken müssen neu verputzt werden – im Dezember ist mir ein Stück Putz auf den Arm gefallen. Das ganze Gebäude muß gestrichen werden. Last not least muß der Schriftzug "Swamy Nagananda Ashram", der noch immer auf unserem Schulgebäude steht, ersetzt werden durch den Namen "Shanti Ananda English Medium Schule". Außerdem werden neue Einbauschränke benötigt, in denen die in den letzten Monaten hinzugekommenen Unterrichtsmaterialien Platz finden sollen…

Während wir (Schulleiter Chandra Mohan; der Ehemann unserer stellvertretenden Schulleiterin und örtliche Politiker, unser Accountant Manjunath Reddy, Klaus und ich) im Panchayat warten und die Angelegenheit diskutieren, warten im Schulgebäude aufgeregte Eltern. Sie hoffen, daß uns und nicht dem Nagananda Educational Trust das Nutzungsrecht für die Schule zukommt. (Als der Schulgründer Nagananda Swamy im letzten Jahr im Koma lag, bekamen die Lehrer monatelang keine Gehälter mehr. Den Strom hatte der Swamy schon lange nicht mehr bezahlt; Wasser gab es auch nicht. So übernahm ich im Sommer 2006 die Verantwortung für die Schule und fand hilfsbereite Menschen, die bereit waren, einen Anteil zu leisten, um den Kindern der Armen eine gute Schulbildung zu ermöglichen. Im November 2006 wurde die Shanti Ananda Education Society gegründet, in der Eltern und LehrerInnen Mitglieder sind.)

LehrerInnen und Eltern stehen voll hinter unserer Society und wollen diese nicht wieder aufgeben. Das zeigt, daß unser Projekt nicht "für die Menschen" ist, sondern daß es "mit den Menschen" geschieht. Nur ein von ihnen getragenes Projekt hat langfristigen Bestand. Die von unseren Eltern und LehrerInnen ausgehende  engagierte Unterstützung freut mich sehr; und ich empfinde sie als eine Bestätigung dafür, daß unsere Arbeit richtig ist!

Besuch der English Medium School in Rama Samudram

Am 20. und 21. Februar besuchten wir mit 10 Personen die Modern English Medium School nach Rama Samudram. Sie befindet sich ca. 200 km entfernt in der Nähe der großen Stadt Chittoor, auf der Strecke nach Chennai (Madras). Der Mandal Education Officer, der über unsere angestrebte Recognition (staatliche Anerkennung der Schule) zu entscheiden hat, hatte uns im Dezember empfohlen, diese Schule – die von Madame Usha, seiner Schwester, gegründet wurde – zu besuchen. So tauschten wir uns mit Madame Usha und O. Vengugopal, ihrem Mann, die gemeinsam die Schule leiten, über Schul-Angelegenheiten aus. Außerdem führten wir ein kleines Kulturprogramm vor: Wir erzählten und spielten die Geschichte vom ehrlichen Holzhacker und trugen ein Lied vor. Auch die Modern English Medium School-Schüler und Schülerinnen trugen Lieder und Tänze vor. Auf dem Foto von links nach rechts: Lehrerin der M. E. M. School, Vengugopal, Nagaratna, Lehrerin der M. E. M. School, Madame Usha, ich, Sabitha, Jayalakshmi, A. Saraswathi, Shivamma (unsere Reinigungsfrau), Munemma, Chandra Mohan, Manjunath Reddy (unser Kontobeauftragter von der SRIRED Society).

Madame Usha erzählte uns von dem aufreibenden Kampf, den sie führen mußte, um die Schule gründen zu können. Das Schulgebäude ist von der Größe her dem unsrigen vergleichbar. Allerdings gibt es kaum Spielfläche für die Kinder… Toiletten sind vorhanden; an unserer Schule müssen sie noch gebaut werden – unsere Kinder gehen noch, wie es auch heute noch vielfach in Indien in den ländlichen Gebieten üblich ist – "outside" (draußen). Ein wesentlicher Unterschied besteht in der Lehrer-Schüler-Relation. Die Modern English Medium School in Rama Samudram wird von 220 Kindern besucht, hat aber nur insgesamt 3 Lehrerinnen… Unsere LehrerInnen waren von den Darbietungen der Kinder sehr beeindruckt, aber einhellig der Meinung, daß unsere Schule besser sei. Wir haben mehr Spielfläche für die Kinder; und unsere Lehrer-Schüler-Relation ist günstiger. (Wir haben momentan für ca. 70 Kinder 7 LehrerInnen). Das heißt, daß unsere LehrerInnen das unterrichten, was sie gerne und daher auch gut tun; und es bedeutet, daß ein entspannteres Unterrichten möglich ist. Es ist ihnen möglich, sich um jedes einzelne Kind zu kümmern; und sie haben es nicht nötig, den Stock als "pädagogisches Mittel" zu benutzen, was noch heute an vielen Schulen Indiens gang und gäbe ist. Im nächsten Schuljahr, das im Juni beginnt (Ende April bis Mitte Juni sind hier Sommerferien), rechnen wir mit weiter steigenden Schülerzahlen. Ein wesentliches Qualitätsmerkmal unserer Schule ist, daß die Klassen nicht mehr als 25 Kinder umfassen sollen! Unsere LehrerInnen nutzen die momentane Situation auch dazu, sich neue Fähigkeiten anzueignen.

Tanzdarbietung einer Schülerin der Modern English Medium School, Rama Samudram

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Mit ganz herzlichen Grüßen aus Südindien,

Helga Shanti Fründt

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