Shanti Ananda

The Nature Concept School

Shanti Ananda newsletter 6/2007

 Am 26.7. fand im Rahmen der offiziellen Schuleröffnung die Übergabe der neuen Schuluniformen sowie der Text- und Arbeitsbücher statt. Einladende war die Shanti Ananda Society (Verein), eingeladen waren die Eltern der Schulkinder sowie hohe Beamte aus Mudigubba und die Presse. Dieses Fest war die erste offizielle Präsentation unserer Schule in der Öffentlichkeit und erforderte umfangreiche Vorbereitungen. So mußten beispielsweise die Schuluniformen kontrolliert, sortiert und als Geschenk verpackt werden:

Die Bühne – bestehend aus vier Ochsenkarren – befand sich auf dem (Eisenbahn)-Gelände neben der Schule, es folgte der Aufbau eines großen Zeltes – hier ist es noch zusammengefaltet auf dem Rasen liegend zu sehen:

Auf dem nächsten Bild kann man einen Eindruck von der Größe der Veranstaltung bekommen. Es waren ca. 150 Erwachsene und mehr als 100 Kinder anwesend.

Auftakt war das von unseren Schulkindern gespielte Kulturprogramm: eine "Moral Story" mit gesellschaftskritischem Hintergrund. Manjunath Reddy, unser sehr fähiger und engagierter Kontoführer und Berater der Schule, hatte es vorbereitet und mit einigen Schulkindern einstudiert. In der ersten Szene geht es darum, wie die Menschen früher im waldreichen Indien im Einklang mit der Natur lebten. Auf dem Foto ist eine "Baumdeva" (Baumgöttin) umgeben von Bäumen zu sehen.

Dann fingen die Menschen an, die Bäume zu fällen… Das Klima veränderte sich und führte zur Erosion und Wasserknappheit, die das Land heute prägt (wobei ich der Richtigkeit halber bemerken muß, daß es in den letzten Wochen sehr viel geregnet hat – der Fluß Chitravathi, sonst immer ein trockenes Flußbett, führt richtig Wasser. Natürlich hoffen alle, daß es in Zukunft regelmäßig mehr regnet...).

In der Haupthandlung geht es um die Problematik der Trockenheit – eine Folge der Vernichtung des Waldes - die viele Menschen wegen Armut zur Emigration zwingt. Sie wissen nicht, wie es weitergehen soll und wie sie ihren Kindern eine gute Bildung vermitteln können. Dann kommen Deutsche auf die Idee, die Shanti Ananda Schule speziell für arme Kinder zu gründen, um ihnen eine gute Schulbildung zu ermöglichen... Ein sehr aufbauendes Stück – auch auf das offizielle Regierungsprogramm von Andhra Pradesh, das ab sofort jedem einen Arbeitsplatz garantiert (Government Employment Program), wird hingewiesen…

Nach dem sehr eindrucksvollen Stück, das großen Anklang beim Publikum fand, hatten die VIPs – unser Schulleiter und Präsident der Shanti Ananda Society, Chandra Mohan, sowie der Polizeipräsident, der Leitende Eisenbahnbeamte (unsere Schule ist von Eisenbahngelände umgeben), ein Regierungsarzt und der befreundete Schulleiter Ramanjaneyulu aus Puttaparthy die Möglichkeit, zum Publikum zu sprechen. Unser Schulleiter Chandra Mohan ging ausführlich auf die Ziele und Absichten der Shanti Ananda Schule ein:

Erziehung mit Kopf, Herz und Hand sowie eine kindgerechte Bildung auf der Basis von Sinneserfahrung, Bewegung und musischen Erlebnissen sind elementar. Die Kinder sollen ganzheitlich, d. h. mit Kopf, Herz und Hand, lernen. Neben dem herkömmlichen Fächerkanon (Telugu, Hindi, Englisch, Mathematik, Social, Science) sollen Kunsterziehung, Handarbeit und Werken sowie Bewegung, Yoga und Sport im Angebot der Schule enthalten sein. Spielerische Naturerlebnisse sind Basis für ein Verständnis der Natur und für ökologische Zusammenhänge. Gartenarbeit, evtl. auch Tierhaltung und Schulgelände-Gestaltung sind ebenso wichtig wie Erziehung in menschlichen Werten und religiöse Erziehung. Musik ist bedeutsam für den Selbstausdruck und fördert die Lernfähigkeit; spielerischer Sprachen-Unterricht (Singen, Tanzen, Reime) soll möglichst früh angeboten  werden. Auch Projekte sind vorgesehen (z. B. Lehmbau, Weben mit Naturwebrahmen, Tanzen, Theater, Stocktanz etc.). Kinder und Eltern sollen ihre Schule aktiv gestalten und Verantwortung übernehmen (z. B. Pflege und Wässerung von Pflanzen, Vorbereitung von Festen etc.)…

Die Verteilung der Schuluniformen sowie der Text- und Arbeitsbücher folgte als nächstes – hier sieht man einen der Kleinsten unserer Schule bei der Entgegennahme seiner Schuluniform, bestehend aus kurzer Hose und Hemd bzw. aus Bluse und Trägerrock (jedes Kind bekommt zwei Schuluniformen). Vollständig ist die Uniform mit Krawatte (mit dem Logo der Schule als Anstecker), Gürtel und Schuhen – diese Gegenstände müssen die Eltern selber bezahlen; sie werden nicht von der Schule gestellt:

Das nächste Foto zeigt einen der anwesenden sechs Reporter bei der Arbeit mit der Kamera. Direkt am nächsten Tag war bereits der erste Bericht in einer Telugu-Zeitung (Telugu ist die Landessprache in Andhra Pradesh). Nagendra, der Schulleiter der Sri Shirdi Sai Schule in Puttaparthy – dort gebe ich derzeit ein Lehrertraining in Kindergartenpädagogik -  rief mich um 7 Uhr morgens am nächsten Tag an und berichtete mir von diesem Artikel, den er soeben gelesen hatte.

Last not least bekam ich als Projektmanagerin eine Anerkennung in Form einer Saraswathi-Statue (Saraswathi ist die Göttin der Bildung und der Künste und gewissermaßen die "Schirmherrin" der Schulen) von dem Lehrerkollegium der Shanti Ananda Schule überreicht, gleichzeitig ein Danke Schön an alle Sponsoren, Sponsorinnen und hilfreichen Menschen, die zum Gelingen dieses Projekts ihren Beitrag geleistet haben. Herzlichen Dank für Eure/Ihre wertvolle Hilfe, ohne die nicht nur diese Veranstaltung unmöglich gewesen wäre, sondern ohne die sich die Schule nie so hätte entwickeln können, wie sie es bis dato getan hat!

Alles in allem war dieses School Opening eine erfolgreiche Präsentation unserer aufstrebenden Schule in der Öffentlichkeit! Die Lehrerinnen und Lehrer haben ganze Arbeit geleistet und dafür gesorgt, daß die Schule nun in aller Munde ist und auf neue vielversprechende Kontakte zurückgreifen kann.

Last not least möchte ich noch darauf hinweisen, daß unsere Schule – dank eines Sponsors – nun im Besitz eines gebrauchten Laptops ist. Die LehrerInnen freuen sich sehr darüber; Unterricht am Computer ist bereits auf dem Stundenplan vorgesehen; einige audiovisuelle Medien mit Märchen sowie Geschichten sind schon vorhanden. Leider ist derzeit kein E-mail-Kontakt zur Schule möglich, da die vor einem Jahr existierende Internetverbindung in Mudigubba nicht mehr besteht; die nächsten Orte mit Internetanbindung sind Kadiri (40 km entfernt) und Anantapur (50 km entfernt). Natürlich hoffen wir, daß Mudigubba demnächst wieder an's Netz kommt… Auf dem Foto sieht man Chandra Mohan und mich bei der offiziellen Übergabe des Laptops:

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(Betreff: Mudigubba)

Mit ganz herzlichen Grüßen aus Südindien,

Helga Shanti Fründt

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