Shanti Ananda

The Nature Concept School

Shanti Ananda newsletter 4/2008

Raja Shekar, Pulappa, (Ehemann von) A. Saraswathi, Nagaratna und Munemma

stehen im neuen soeben fertiggestellten Klassenraum – er befindet sich am Rand des Grundstücks vor dem Büro; die ohnehin kleine Grünanlage wurde dadurch noch ein Stück kleiner. Aber Hauptsache ist, daß die Schülerinnen und Schüler genügend Platz haben. Unsere LehrerInnen freuen sich jedenfalls, wie man sieht. (Zu diesem Zeitpunkt waren Jayalakshmi, Sabitha und M. Saraswathi zwecks Prüfungen in Kadiri und Headmaster Chandra Mohan beim Yogakurs in Bangalore).

Das nächste Foto zeigt die momentane Situation im hinteren Teil der Schule:

Unser Handwerker steht an der Ecke des Schulgebäudes auf der ca. 1 m breiten Plattform. Die Grenzsteine (im hinteren Teil sichtbar) wurden entfernt, da wir uns dazu entschlossen hatten, die Klassenzimmer bis zur Grundstücksgrenze zu erweitern. Nun gab es allerdings gewisse Komplikationen... Der Nachbar, der vor 22 Jahren dieses Grundstück der Stadt Mudigubba für einen Tempel gespendet hatte, behauptete, daß wir nicht berechtigt seien, unsere geplante Erweiterung vorzunehmen. Daraufhin wurden die Baumaßnahmen zugunsten einer gründlichen Recherche der rechtlichen Situation storniert. Diese ergab nun, daß besagter Nachbar 1986 offiziell 7,5 Cent Land gespendet hat, das Tempelgrundstück (auf dem sich unsere Schule befindet) aber nur 5,8 Cent groß ist. Ob das nun bedeutet, daß wir mehr Land von ihm hinzuzubekommen haben, wollen wir beim Panchayat (Bürgermeisterei) klären... Jedenfalls ist es klar, daß wir selbstverständlich berechtigt sind, die geplante Erweiterung der Schule vorzunehmen. Falls wir aber noch Land hinzubekämen, könnten wir eventuell einen oder zwei weitere Räume bauen, für die unsere Ersparnisse gerade eben reichen würden. Daher warten wir jetzt ab, was unser Besuch beim Surpanch (Bürgermeister) ergibt.

Lageplan der Schule

Personalia: Anasuya (Frau von Headmaster Chandra Mohan) ist mit ihrem zweiten Kind schwanger und hat ein Jahr Urlaub genommen. Sie möchte im Schuljahr 2009/10 wieder einsteigen.

Anasuya mit Prabath

Daher haben wir Munemma als Zeitlehrerin für ein Jahr eingestellt. Sie war bis zum Schuljahr 2006/2007 als Lehrerin an unserer Schule und hatte aus familiären Gründen gekündigt. Sie hat die Zusage einer Festanstellung, falls eine unserer Lehrerinnen kündigen sollte. Natürlich ist eine wichtige Bedingung, daß sie die neue Kindergartenpädagogik praktiziert, wie sie in mehreren Weiterbildungen vermittelt wurde. Headmaster Chandra Mohan, aber auch die KollegInnen, die die Kindergartenpädagogik-Workshops mitgemacht haben, sind verantwortlich dafür, Munemma in „die höheren Weihen“ einzuweihen.

Munemma

Nagaratna hat am 8. August geheiratet und 3 Monate Urlaub genommen. Sie möchte im November wieder einsteigen; daher sind wir auf der Suche nach einem/r Zeitlehrer/in. Und die nächste Vakanz ist bereits in Sicht: M. Saraswathi ist ebenfalls mit ihrem zweiten Kind schwanger. Sie wird ab Februar 2009 eine Pause von drei Monaten nehmen...

Nagaratna beim Häkeln von Freundschaftsbändchen

Chandra Mohan hat den einmonatigen Yogakurs beim Vyasa-Institut in Bangalore abgeschlossen und auch einige Bücher und CDs mitgebracht. Unsere Schülerinnen und Schüler können jetzt professionellen Yogaunterricht erhalten...

Chandra Mohan vor dem Büro des Auditors (im Inneren Manjunath Reddy)

Eine wichtige Information zur Recognition: Schulberater Manjunath Reddy, Chandra Mohan, Prabakhar Reddy (Präsident PRDS) und ich waren kürzlich beim Auditor (staatlicher Kontenprüfer) in Anantapur - einem angesehenen und weitblickenden Mann. Er hat uns einen Rat im Hinblick auf die Recognition gegeben, der uns nicht gefreut hat. Wir haben ja de fakto – wenn auch noch nicht hochoffiziell – diese staatliche Anerkennung; es ist nur eine Frage der Zeit, sie in Anantapur beim District Education Officer „abzuholen“. Nun gibt es jedoch einen Haken... So ist es in Andhra Pradesh unabdingbare Voraussetzung, daß eine die Recognition beantragende Schule eine Society (Verein) hat, die sich um ihre Belange kümmert. Daher haben wir im November 2006 die Shanti Ananda Education Society gegründet. Da unsere Schule aber Funds aus dem Ausland bekommt, sind wir in einer speziellen Situation. Die Shanti Ananda Education Society ist noch nicht befugt, ausländische Gelder entgegenzunehmen. (Dazu ist ein FCRA – Foreign Currency Registration Account notwendig, den wir aber erst beantragen können, wenn die Society 3 Jahre alt ist). Daher überweist der Anahata e. V., über den unsere Funds laufen, an den PRDS (Prabath Rural Development Society); dieser händigt das Geld monatlich auf der Basis des von mir erstellten Sanction Letters an die Schule aus. Sobald wir offiziell die Recognition haben, müßten alle finanziellen Transfers über unsere eigene Society laufen, was nicht möglich ist (s. o.). Was tun in dieser verzwickten Situation? Der Auditor gab uns den Rat, den offiziellen Erhalt der Recognition hinauszuzögern... So sollten wir diese erst dann offiziell beanspruchen, wenn die Shanti Ananda Education Society den F.C.R.A. hat; das aber ist frühestens im Herbst 2009 möglich. Wir können die F.C.R.A. zwar bereits im April 2009 beantragen; aber bis sie bewilligt ist, vergehen voraussichtlich ein paar Monate. Für uns gibt es aber anscheinend keine andere Wahl – auch wenn LehrerInnen und Eltern mit dieser Situation nicht glücklich sind. Die Recognition ist wichtig für das Image der Schule. Kinder, die zu einer anderen Schule wechseln wollen, können aber ein „Transfer Certificate“ bekommen... Auf dem nächsten Elterntreffen wird dieses Thema diskutiert werden.

Impressionen nachmittäglicher Kreativität

A. Saraswathi beim Geschicklichkeitsspiel mit Kieselsteinen

LehrerInnen und ich bei der Vorführung eines indianischen Liedes

Alle SchülerInnen der Schule beim Kreisgang mit Singen des Liedes

Zum Abschluß möchte ich noch über eine mir kürzlich bekanntgewordenee große Bewegung zur Alphabetisierung der ländlichen Armen in Indien berichten: die 1999 gegründete (und von Swamy Vivekananda inspirierte) Bewegung Ekal Vidyalaya (Vidyalaya ist das Sanskritwort für die traditionelle indische Schule im Freien). (www.ekal.org). Als ich kürzlich den Nagananda Ashram besuchte, fand dort ein Lehrertraining statt. Ca. 50 Männer und Frauen hatten sich für 10 Tage versammelt, um einen ihrer Ausbildungsblöcke zu absolvieren. Ekal Vidaylaya hat mittlerweile in 16 Staaten Indiens 15000 Schulen und in Andhra Pradesh 990 Schulen gegründet – es sind ausschließlich Einlehrerschulen, und es gibt sie nur in kleinen Dörfern, häufig von Stämmen („Tribals“). Nur DörflerInnen können LehrerIn werden; der Unterricht findet an drei Stunden vormittags im Freien statt. Innerhalb von drei Jahren lernen die Kinder Lesen, Schreiben, Zählen, Singen; unterichtet werden auch Manieren, Hygiene und Yoga; sogar Handarbeit und Allgemeinwissen werden angeboten. Ich war beeindruckt vom Engagement der LehrerInnen, die am Lehrertraining im Nagananda Ashram teilnahmen; sie verdienen als LehrerIn 1000.- Rupees/Monat. Sie waren dabei, einen traditionellen Stocktanz einzuüben (Kolatam). Es war das erste Mal, daß ich sah, wie Männer und Frauen gemeinsam einen Tanz einübten; normalerweise tanzen in Indien Männer und Frauen immer getrennt. Ein wesentliches Element der Ekal Vidaylaya scheint zu sein, daß die LehrerInnen stets Weiterbildung praktizieren müssen; d. h. jede/r LehrerIn besucht fortlaufende Training Camps, um seinen Untericht zu optimieren. Die zeitgebundene, service-orientierte Bewegung Ekal Vidaylaya, die international starke Unterstützung gefunden hat, hat das Ziel, im Jahr 2011 100.000 Schulen in Indien laufen zu haben, mit denen sie 450.000 Kinder erreichen will. Momentan sind 5000 Vollzeit-Freiwillige für Ekal Vidaylaya tätig – beeindruckende Zahlen, die zum Nachdenken anregen...

Kolatam-Training der Ekal Vidaylaya-Ausbildungsgruppe im Nagananda Ashram

Mit ganz herzlichen Grüßen aus Südindien,

Helga Shanti Fründt

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