Shanti Ananda

The Nature Concept School

Shanti Ananda newsletter 5/2008

Happy Teachers’ Day 2008! Dürfen wir Euch/Ihnen symbolisch ein Stück Kuchen anbieten? In Indien wird am 5. September Teachers’ Day gefeiert – der Geburtstag von Dr. Sarvepalli Radhakrishnan (1888 – 1975), dem zweiten Präsident Indiens, auch „Philosophen-Präsident“ genannt. An diesem Tag fand ein Kindergarten-Workshop in der Schule statt; die LehrerInnen führten vor, was möglich und machbar ist. Unsere neue Lehrerin Zakurunnisa – seit dem 1. September für 8 Monate als Aushilfslehrein eingestellt – hat u. a. die Aufgabe, eine Broschüre über Spiele, Übungen und Beschäftigungen im Kindergartenbereich zu erstellen. Ein solches Heftchen könnte eine wertvolle Hilfe für LehrerInnen an anderen Schulen sein, wenn die Notwendigkeit der Kindergartenpädagogik ins Bewußtsein der Öffentlichkeit dringt - was meiner Einschätzung nach in den nächsten Jahren der Fall sein wird. Dieses Heftchen könnte auch einen finanziellen Beitrag für die Schule leisten, indem es verkauft würde...

Raja Shekar läßt die Kinder einen Papierwürfel auf eine Schreibunterlage werfen. Sie haben 3 Würfe; je nach Punktzahl, die beim Wurf oben liegt, ergibt sich das Endergebnis...

Die Kinder sitzen sich in zwei Reihen gegenüber.Jedes Kind erhält eine Karte mit einem Bild (Elefant, Ring, Ziege etc.). Sabitha hält einem Kind die Augen zu; ein Kind aus der gegenüber sitzenden Reihe muß ihm in die Nase kneifen und schnell zurück an seinen Platz laufen. Das erste Kind muß herausfinden, welches Kind es gekniffen hat – indem es die Gegenstände auf der Karte benennt...

Katz und Maus-Spiel (in Indien heißt es „Tiger und Ziege“). Die kleine Tochter von M. Saraswathi (sie wurde geboren, als ich im Oktober 2006 nach Indien kam, um die Arbeit mit der Schule zu beginnen...) steht interessiert in der Mitte des Kreises und beobachtet das Geschehen

M. Saraswathi läßt den König sprechen...

Das Foto zeigt den Kindergarten-Stundenplan - links LKG (Lower Kindergarden) und rechts UKG (Upper Kindergarden). Wir haben den in Indien bzw. in Andhra Pradesh üblichen Stundenplan, bestehend aus English, Telugu und Mathematics, um den Kreativbereich (Rhymes – Reime; Games – Spiele; General Knowledge – Allgemeinwisen; Spoken English – gesprochenes Englisch) erweitert. Der „normale“ Fächerkanon ist bei uns vormittags und der Kreativbereich nachmittags angesiedelt. Unsere oben illustrierte Kindergartenpädagogik findet Eingang sowohl im Vormittags- als auch im Nachmittagsbereich.

Die meisten Schulen hierzulande sind immer noch sehr verkopft sind und erlauben den Kindern – auch den ganz kleinen im Kindergarten – nahezu kein Privatleben. Die meisten Eltern begrüßen diesen „Diebstahl der Kindheit“ und wünschen sich, daß ihre Kinder den ganzen Tag (nicht selten von 6 Uhr morgens bis 9 Uhr abends – häufig noch mit zusätzlicher Hausaufgabenpflicht) in der Obhut der Schulen und somit der zumeist schlecht ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer sind. Die meisten Schulen bieten den Schülerinnen und Schülern nur Frontalunterricht, Theorie ohne praktischen Bezug und ständige Wiederholung des Lernstoffs. Sport, Kunst, Musik etc. gehören nach wie vor nicht zum normalen Fächerangebot und sind auch in der Lehrerbildung nur marginal enthalten. Drillschulen wie diese töten Individualität und Kreativität und machen die Kinder zu Marionetten. Im allgemeinen Bewußtsein ist bisher noch nicht bekannt, daß wahres Lernen nicht mit Drill und Zwang gleichzusetzen ist. Insofern hat die Shanti Ananda Schule eine Pionierfunktion. Sie möchte aufzeigen, daß die Kinder am besten lernen, die Kopf (Intellekt), Herz (Gefühle/Emotionen) und Hand („reales“ Tun, z. B. Handarbeit, Sport, Basteln) einsetzen. Diese Kinder fühlen sich am wohlsten, können ihre Individualität und ihre Kreatiität entfalten und lernen daher am mühelosesten.

Personalia

Unsere neue Lehrerin Zakurunnisa ist Bachelor of Arts, spricht Telugu, Hindi und Englisch und hat als Zusatzqualifikation Handarbeiten. Sie soll zwei Monate Nagaratna im Upper Kindergarden (UKG) vertreten und anschließend eine Broschüre zur Kindergartenpädagogik verfassen.

Chandra Mohan präsentiert sein kürzlich erworbenes Yogalehrer-Zertifikat

Der Surpanch (Bürgermeister) von Mudigubba war zu Besuch in der Schule. Er hat bestimmt, daß der „Survey“ kommen und unser Grundstück ausmessen wird. Falls die tatsächliche Größe tatsächlich kleiner ist als in der Stiftungs-Urkunde festgelegt, wird dieser neue Grenzen festlegen, die die Schule nach ihrem Ermessen nutzen kann. Damit sollte die Nachbarstreitigkeit um die Größe des Schulgrundstücks beendet sein. Nun warten wir auf den „Survey“ (Vermesser).

Der Surpanch (rechts) hält die Urkunde in der Hand; neben mir Manjunath Reddy

Die Größe des Schulgebäudes beträgt – bisher nicht offiziell bestätigt - ca. 240 qm oder 5,8 cents; hier der Lageplan der Schule. Rechts oben rot umrahmt unser neuer Klassenraum; die Klassenräume unten sollen um den rot schraffierten Bereich erweitert werden. Der bisher größte Klassenraum (Class 2 unten in der Mitte) soll geteilt werden (rote Linie). Auf diese Weise werden 8 Klassenräume möglich; d. h. jede Klasse hat dann ihren eigenen Raum. Nichtsdestotrotz sind wir – was man unschwer aus diesem Plan erkennen kann – räumlich sehr beengt.

Der nächste Plan zeigt die Umgebung der Schule. Links (grün umrahmt) befindet sich das von Swamy Nagananda, dem Schulgründer, vor sechs Jahren gekaufte Grundstück (rot umrandet). Da es über diesen Kauf keinen schriftlichen Vertrag gibt, kann der Vorbesitzer jetzt behaupten, er habe es nie verkauft. Falls die Augenzeugen (die Verwalterin des Nagananda-Ashrams Lakshmi, Lehrerin A. Saraswathi und ihr Ehemann Pulappa) beim Surpanch Gehör finden, ist es möglich, daß der Vorbesitzer das Grundstück dennoch hergeben muß. Obwohl die geplante Straße (rot schraffiert) es wesentlich verkleinern würde, ist angesichts der Raumknappheit der Schule zu überlegen, ob es Sinn macht, dieses Grundstück zu erwerben... Rechts (violett schraffiert) das Gelände der Eisenbahn;  diese stellt es der Schule zur Verfügung, gibt es aber weder für bauliche Veränderungen noch zum Verkauf frei... Das mit „3“ gekennzeichnete Grundstück (über der Schule) gehört dem Nachbarn, der das Tempelgrundstück - auf dem sich die Schule befindet - 1986 der Stadt Mudigubba gespendet hat. Er ist nicht dazu bereit, Land an die Schule zu verkaufen. Das mit „2“ gekennzeichnete Grundstück stünde zum Verkauf frei, ist aber von der Schule zu weit entfernt...

Wie man sieht, ist es eine Herausforderung, mehr Platz für unsere Schulaktivitäten zu bekommen. Aus diesem Grunde „fahren“ wir „doppelgleisig“. Wir nutzen jede Möglichkeit, die bestehenden Räumlichkeiten bis zur Grenze zu erweitern, und hoffen gleichzeitig auf die Hilfe eines potenten Sponsors. Wir brauchen 13.000 Euro, um ein großes neues Schulgelände zu erwerben, auf dem wir unsere visionäre „Nature School“ bauen könnten (siehe Newsletter 1/2008 und 2/2008). Ich habe nun die Emirates Airline-Foundation (www.emiratesairlinefoundation.org) mit der Bitte um Unterstützung unserer Shanti Ananda Schule angeschrieben (bei meinem letzten Deutschlandflug war ich Passagier von Emirates Airlines); diese finanziert viele soziale Projekte in mehreren Ländern.

Herzliche Grüße aus Südindien,

Helga Shanti Fründt

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