Shanti Ananda

The Nature Concept School

Shanti Ananda newsletter 2/2009

 

Kinder Garden Games

Dieses frisch gedruckte Büchlein, erstellt von den LehrerInnen der Shanti Ananda E. M. School, enthält über 40 Spiele und soll Personen im pädagogischen Bereich anregen, mehr spielerische Methoden zu benutzen. Natürlich dient es auch dazu, die Schule einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Vielleicht findet sich ja auf diese Weise ein Sponsor für die 4 Acre (16187 qm) Land, die wir brauchen, um unsere Naturschule bauen zu können; (in Mudigubba kostet ein Acre Land ca. 2 Lakhs, d. h. 200.000 Rupees, umgerechnet je nach Wechselkurs ca. 3333 Euro...) Auf den letzten Seiten finden sich Informationen über die Besonderheiten der Schule sowie Kontaktadressen. Die Verkaufserlöse des Buches sollen der Shanti Ananda Education Society zugutekommen.

Am 7. März fand unsere diesjährige „Cultural Presentation“ statt. Tanz, Dramen und Reime sowie das Kindergartenbuch wurden der Öffentlichkeit präsentiert.

Als Begleitprogramm hatte das Kollegium eine Ausstellung in den neu bemalten Klassenräumen aufgebaut (Kindergarten-Materialien, das Kindergartenbuch, Knete- und Tonfigurinen sowie diverse Modelle und Handarbeiten). Jeder der sechs Räume hatte ein eigenes Thema und sein eigenes Gepräge. Die BesucherInnen und Besucher waren angetan von der Farben- und Formenvielfalt der Exponate, die zum Anschauen und Ausprobieren einluden – eben darum geht es bei Kindergarten-Materialien. Sie sollen die Sinne der Kinder ansprechen und dadurch die Kreativität inspirieren; vielfältige Möglichkeiten des Umgangs sollten möglich sein.

Der Mandal Education Officer (2. v. l.), der für Schulen zuständige Beamte im Mandal (Verwaltungsbezirk) Mudigubba, ließ sich von Schulleiter Chandra Mohan (3. v. l.) die verschiedenen Materialien und ihren Einsatz im Unterricht erklären.

Zum Beginn der Veranstaltung wurden Veranstalter und Gäste auf die Bühne gebeten. Chandra Mohan erläuterte den BesucherInnen die Besonderheiten der Schule; ich präsentierte unser Kindergartenbuch. Der Mandal Education Officer, der von der Ausstellung angetan war, äußerte sich in seiner Rede sehr positiv über die Entwicklung der Shanti Ananda E. M. Schule.

(v. l. n. r.: Johanna und Linda (Lehrer-Ausbilderinnen), der Mandal Education Officer, Manjunath Reddy (Schulberater), ich, Sabitha (Vereinspräsidentin), Prabakhar Reddy (Sekretär des PRDS) und Schulleiter Chandra Mohan

Bei Veranstaltungen wie dieser werden stets auch Erinnerungsstücke verteilt – sogenannte Mementos – diesmal eine Statue von Lord Venkateshwara. Der Mandal Education Officer erhielt sie von mir überreicht.

Dann wurde die - aus Ochsenkarren aufgebaute - Bühne von den „Offiziellen“ geräumt und den SängerInnen, TänzerInnen und anderen AkteurInnen überlassen.

Zum Auftakt des Programms trugen diese vier Mädchen einen Sprechgesang zur rhythmischen Trommelbegleitung unseres Schularztes vor. Unser Doktor macht seit eineinhalb Jahren einen unentgeltlichen Service für die Schulkinder, indem er sie einmal pro Monat untersucht und ihnen nach Bedarf Medikamente gibt.

Das „Health Camp“ hat sogar eines der Spiele – ein Rollenspiel - im Kindergarten-Büchlein inspiriert: das „Doktorspiel“: Der Doktor (ein Kind), ausgewiesen durch ein weißes Hemd und ein Stethoskop, untersucht zwei oder drei Kinder und fragt, was für Beschwerden sie haben. Er schreibt das in sein Notizbuch. Die Lehrerin erklärt daraufhin, wie diese Krankheit entsteht und sich verbreitet. Auf diese Weise verlieren die Kinder ihre Angst vor dem Arzt und erfahren Details über einige Beschwerden und Krankheiten.

Es folgte eine Modenschau unserer Kleinsten. Überschüttet von Konfettiregen und begleitet von heißer Musik waren sie sichtlich stolz, sich vor so vielen Menschen (anwesend waren 500 – 600 Personen) fein herausgeputzt präsentieren zu können. Hier einige Aufnahmen unserer süßen Mäuse:

Bei Gelegenheiten wie dieser werden die Kinder so fein zurechtgemacht wie kleine Erwachsene; es ist häufig die erste Gelegenheit für kleine Mädchen, sich im Sari präsentieren zu können - der Sari ist den erwachsenen Frauen als Kleidungsstück vorbehalten... Mit dem Einsetzen der ersten Periode dürfen die Mädchen einen Sari tragen; dann gelten sie als „heiratsfähig“ (die heutigen Gesetze untersagen eine Ehe für Mädchen unter 16 und für Jungen unter 18 Jahren; die Praxis sieht allerdings häufig anders aus). Das Einsetzen der ersten Periode ist für die Mädchen und für die ganze Familie ein großes Fest; Verwandte und Nachbarn überreichen dem Mädchen Saris (als Zeichen, daß es jetzt erwachsen ist), Schmuck und andere Geschenke.

Nächster Programmpunkt waren Reime „mit Action“. Reime sind traditioneller Bestandteil der indischen Kindergarten-Erziehung – sehr gut, wie ich finde, da sie den Kindern Gelegenheit geben, ihr Gedächtnis zu schulen, ihre Bewegungen zu koordinieren und gemeinsam in der Gruppe zu agieren.

Der indische Stocktanz wird meistens ausschließlich von Männern getanzt. Dank dem Einsatz von Schulberater Manjunath Reddy hatten sowohl Jungen als auch Mädchen die Möglichkeit, ihn zu erlernen und dem Publikum vorzuführen.

Dieser Tanz zeigt wirkungsvoll die schöne farbenprächtige südindische Kleidung.

Der „Jakiki“ wird traditionellerweise von Frauen getanzt, Die Anleiterin Gangama kam aus einem 20 km entfernten Dorf angereist, um die Kinder zu unterweisen...

Dieser Sechstklässler machte als Einzeltänzer Furore; er gab acht Filmsongs tänzerischen Ausdruck. Es ist fast unglaublich, über was für eine Energie und welches Ausdrucks-Repertoire er verfügt...

Zum Abschluß ein moslemisches Familienbild – ein hoher Prozentsatz unserer Schülerinnen und Schüler sind Moslems:

Bei unserer Elternversammlung am 21.3. ging es um die Wirkungen von Yoga, den Sinn der Projektwoche und die Reflektion unseres „Cultural Event“. Schulleiter Chandra Mohan möchte im nächsten Schuljahr Yogakurse für die Eltern anbieten und hielt es für sinnvoll, ihnen im Vorfeld einige Informationen zukommen zu lassen. Raja Sekhar klärte die Eltern über den Sinn der Projektwoche auf und kündigte an, daß wir ab sofort jedes Jahr eine Projektwoche durchführen wollen - ich schrieb darüber im letzten newsletter. Außerdem konnten die Eltern sich das neue Kindergartenbüchlein anschauen und hatten die Gelegenheit, am Schul-Laptop und großem Monitor Bilder von der „Cultural Presentation“ zu sehen.

Herzliche Grüße aus Südindien!

Helga Shanti Fründt

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