Shanti Ananda

The Nature Concept School

Shanti Ananda newsletter 1/2011

 

Republic Day (26.1.) auf dem neuen Schulland vor dem Vielzweckhaus

In der letzten Zeit haben wir uns intensiv gefragt, was eigentlich der Aufbau einer Kreativen Naturschule im Kern bedeutet. Sollen möglichst schnell Gebäude und „Grünbereiche“ errichtet und – in „Geschenkpapier eingepackt“ – Lehrer/innen und Schüler/innen übergeben werden? Oder sollen die Visionen von einer kreativen Schule in Harmonie mit dem Planeten in Partizipation aller Beteiligten umgesetzt werden? Und wenn ja, wie soll das geschehen? Am 8.1. trafen sich die Vorstands-Mitglieder der Shanti Ananda Education Society sowie Projektmanager Horst Wagner, Koordinator Chandra Mohan, Schulberater Manjunath Reddy und ich, um diese Frage zu diskutieren. Klar wurde, dass die von uns gewünschte Partizipation nicht „umsonst“ zu bekommen ist: Flexibilität, Überzeugungsarbeit, Planungs-Änderungen und damit einhergehende Unsicherheiten sowie u. U. lange Prozesse sind mit ihr verknüpft… Die Vision einer kreativen Naturschule beinhaltet vor allem ein liebevolles und verantwortliches Verhältnis zu unserem Heimatplaneten mit den Pflanzen und Tieren, gemeinsame Planung und Realisierung durch Schüler/innen, Lehrer/innen sowie Eltern und Fachleute in Harmonie und Einklang. Das Tempo der Entwicklung sollte so sein, dass sie von den Beteiligten integriert werden kann. Je mehr diese neue und innovative Schule von allen gewollt und ersehnt wird, desto intensiver und stärker wird die Identifikation mit ihr sein. Diese Vision ist wie eine Fackel in der Dunkelheit und von der normalen Wirklichkeit etwa so weit entfernt wie das Mittelalter  vom 21. Jahrhundert… Es bedarf Zeit und Energie, um diese Entfernung zu überbrücken.

Mittlerweile geben täglich zwei Lehrer/innen Unterricht auf dem Schulgelände (das kürzlich fertiggestellte Vielzweckhaus läßt sich sehr gut als Klassenraum nutzen). Grundlegende Verhaltensprinzipien wie Sauberhaltung des Geländes sowie der Toilette und Versorgung der Pflanzen bedürfen noch einiger Übung, bis alles stimmt… Gepflanztes muß gewässert werden, weil es sonst vertrocknet. Auf die Erde geworfener Müll fällt bei uns mehr ins Auge als „draußen“. Praktische Verantwortung ist gefragt. Schulleiterin Sabitha plant, das praktische Verhalten der Kinder mit in die Benotung aufzunehmen, was sicher sehr sinnvoll ist…

Horst Wagner und Herbert Fründt mit Merkhaba-Modellen

Der Aufbau einer Kreativen Naturschule kann letztlich nur Ausdruck einer inneren Haltung sein, die ein besseres und liebevolleres Verhältnis zu Mutter Erde anstrebt. Auf dem Nature Day im Dezember philosophierten Schüler/innen und Lehrer/innen über Mutter Erde und kamen zum Ergebnis, dass sie eine Gottheit sei. Ihr Tempel ist der Boden unter unseren Füßen. Wie können wir sie ehren? Indem wir die Erde rein halten, Anpflanzungen vornehmen, die Tiere pflegen, Naturmaterialien benutzen etc. Je tiefer und klarer dieses Wissen wird, desto dringlicher wird es, entsprechende äußere Rahmenbedingungen zu schaffen.

Medizinradzeremonie auf dem neuen Schulgelände

Am 20.1. führten wir eine Medizinrad-Zeremonie auf dem neuen Schulgelände durch. Bestandteil dieses Rituals ist die Verbindung mit den Himmelsrichtungen und mit Sonne und Erde, zwei weiteren Richtungen (oben und unten). Alle Wesen, die uns unterstützen, wurden geistig angerufen; auf diese Weise wurden positive und unterstützende Energien auf das Gelände „gezogen“. Vielleicht sind wir mit unserem Naturschulprojekt die „Heyokas“ (Hopi-Wort für Menschen, die die Energien der Liebe und Harmonie auf den Planeten bringen) von Mudigubba…

Die Schüler/innen holen Wasser vom See für die Toilette

Die Kinder sollen von Anfang an lernen, die Toilette zu benutzen und nicht mehr „outside“ zu gehen, wie es in der „alten“ Schule üblich ist – wegen fehlender  Toiletten… Die Toilette neben dem Vielzweckhaus wird momentan, da noch keine Wasserverbindung existiert, mit Seewasser versorgt; die Schüler/innen holen es in Eimern und lernen dadurch praktische Verantwortung und Kooperation.

Der erste Republic Day auf dem neuen Schulgelände

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Mutter Erde bei der Präsentation der Projektwochen-Ergebnisse

In der Woche vom 31.1. bis zum 5.2. fand unsere dritte Projektwoche statt. Die Hälfte der Schülerinnen und Schüler war auf dem neuen Schulgelände aktiv. Auch Elemente einer „Science Fair“ – physikalische Versuche mit Glühbirnen - waren erstmalig enthalten. Die Ergebnisse dieser Projektwoche kamen erstmalig nur von den Schüler/innen. Projektwochen sind hierzulande weitgehend unbekannt; unsere erste Projektwoche wurde daher noch weitestgehend vom Lehrpersonal bestritten. Nun hat sich diese Form etabliert, wie wir mit Stolz behaupten können… Bei der Präsentation am 5.2. – in Anwesenheit mehrerer Pressevertreter - waren viele praktische und schöne, von Kindern gebastelte, Ergebnisse zu sehen wie Kissen aus Kokosfasern, Teller aus Blättern, Papiertaschen etc. Als Krönung des Tages wurde ein eindringliches Theaterstück aufgeführt, in dessen Mittelpunkt die Erdgöttin stand; die Menschen lernten aufgrund bitterer Erfahrung, dass der einzige Weg zum Überleben der ist, in Einklang mit der Natur zu kommen...

Der 11.2. (das Datum 11-2-2-11 ist bereits sehr auffallend) war ein glücklicher Tag für die Schule. Auf der Elternversammlung erklärten sich 55 (!) Freiwillige dazu bereit, mindestens einen Tag lang kostenlose Dienste auf dem neuen Schulgelände zu leisten (Maurerarbeiten, Anstreichen, Kaffee kochen etc.). Unser Maurermeister, ein Schülervater, stand als Erster vor ca. 100 anwesenden Elternteilen auf und verkündete, dass er ganze drei Arbeitstage spenden will. Diese Motivation und Bereitschaft, zu geben, zeigt, wie sehr die Eltern hinter uns und unserer werdenden Naturschule stehen.

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Gärtner Raju und ich vor dem frisch bepflanzten Vielzweck-Häuschen

Am 10. und 11.2. wurde um das Vielzweckhäuschen, das mittlerweile rege Nutzung als provisorischer Klassenraum erfährt, herum gepflanzt. Die Pflanzen waren von der Veranda meiner Wohnung in Puttaparthy, die ich aufgegeben habe, zum 40 km entfernten Schulgelände in Mudigubba „gewandert“. Ich selber werde demnächst vier Monate in Europa sein, da ich wegen Erschöpfung aufgrund von Überarbeitung Ruhe und Erholung benötige. Wenn ich im neuen Schuljahr zurückkomme, werde ich in einem neu erbauten Gästehaus auf dem neuen Schulgelände wohnen und dann noch viel intensiver am Fortgang des Projekts teilnehmen können.

Last not least: Wir haben jetzt eine eigene Kontonummer bei der Anahata-Stiftung, was Vorteile mit sich bringt: wir bekommen separate Abrechnungen, und die Angabe eines Betreffs ist nicht mehr notwendig. Daher haben wir uns – obwohl es für Sie einen kleinen Aufwand bedeutet –  die Änderung Ihres Dauerauftrags - , dazu entschlossen, diesen Schritt zu gehen. Ich möchte Sie bitten, ab sofort nur noch Überweisungen auf das neu eingerichtete „Unterkonto“ vorzunehmen. Falls Sie eine Zuwendungsbestätigung wünschen, geben Sie bitte wie gewohnt Ihren Namen und Adresse auf dem Überweisungsträger an. Hier ist das nagelneue

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Mit ganz herzlichen Grüßen aus Südindien!

Ihre Helga Shanti Fründt

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