Shanti Ananda

The Nature Concept School

Shanti Ananda newsletter 4/2011

 

Schlangentanz auf dem Schulgelände

Im Juni war auf dem neuen Schulgelände ein ganz besonderes Phänomen zu beobachten: ein Schlangentanz; ein solcher wird von den Einheimischen als ein besonderes glückbringendes Omen betrachtet. Somit haben wir wohl Gutes erwarten für unser Naturschul-Projekt…

Mittlerweile haben wir 145 Schülerinnen und Schüler; die Beliebtheit der Shanti Ananda Schule ist ungebrochen, doch die räumliche Enge nimmt zu: neun Klassen müssen sich auf die meist kleinen acht Räume verteilen. Nach der Fertigstellung des großen Verwaltungs-Gebäudes auf dem neuen Schulgelände - mit sieben Räumen - im Jahr 2012 werden sicher einige Klassen  umziehen können. Bis alle Räume – inklusive Klassenräume, die aus selbsthergestellten Lehmziegeln gebaut werden sollen  - fertig sein werden, werden wohl noch zwei Jahre vergehen...

Unsere bisherige Lehrerin Jaya hat im März geheiratet und ist mit ihrem Mann in das 50 km entfernte Anantapur gezogen. Da wir jetzt auch ein 7. Schuljahr haben und somit eine Klasse mehr als im letzten Schuljahr, haben wir in diesem Schuljahr zwei neue Lehrer/innen eingestellt - den Mathematiklehrer Venkata Narayana und die Hindi-Lehrerin Vijaya Lakshmi. Beide haben ihren Dienst bereits angetreten.

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Vijaya Lakshmi

Venkata Narayana

Am 23. Juni fand der zweite Workshop von Andrea und Angelika statt. Bereits im letzten Jahr hatten sich die beiden Lehrerinnen aus Bayern mit einem Yoga- und einem Aquarell-Workshop an der Schule engagiert.

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Herzlicher Empfang für Angelika und Andrea in der Schule

Dieses Mal praktizierten die beiden mit Schüler/innen und Lehrerinnen eine sehr schöne aus mehreren Schritten bestehende „blumige“ Yogaübung und ließen die Kinder anschließend ihre Eindrücke künstlerisch darstellen. Schüler/innen und Lehrerinnen stellten unter den Bäumen vor der alten Schule eine Lotusblume aus Pappmaché her. Selbst Taxifahrer und Süßigkeiten-Verkäuferin ließen es sich nicht nehmen, praktisch mit Hand anzulegen. Alle Anwesenden waren mit kooperativer Begeisterung dabei, diese besondere Blume zu entwickeln.

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Lotusblume aus Pappmaché im Werden

Anschließend spendete Angelika abgelegte Kleidungsstücke ihrer Tochter, die an die bedürftigsten Kinder verteilt wurde. Auch bei der Verteilung der neuen Schulbücher an diesem Tag waren die beiden Lehrerinnen aus Deutschland aktiv mit dabei.

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Verteilung von Kleidungsstücken

Andrea und Angelika sind ideale Partnerinnen der Schule: vor Ort unterrichten sie, spenden Materialien und Geld und sind auch noch mit Rat und Tat dabei, wenn es um die praktische Realisierung der Naturschule geht. Nicht genug damit, haben sie nun – in der Projektwoche von Kindern gebastelte - Gegenstände nach Deutschland mitgenommen und wollen diese auf einem Schulbasar verkaufen, der i. R. eines Schulfestes stattfinden soll; das Geld soll der Schule zugutekommen.

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Andrea mit Besucher im Ausstellungsraum in Bayreuth

In Deutschland fanden vor kurzem zwei Ausstellungen von Andrea und Angelika statt, bei denen künstlerisch bearbeitete Fotografien aus Indien präsentiert wurden.

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Chandra am Hebel der Lehmziegelmaschine in Auroville

Bereits im Februar besuchte Chandra zwei Kurse in Auroville (im Bundesstaat Tamil Nadu) und lernte zum einen die Herstellung von Lehmziegeln und zum anderen die spezielle Technik des Mauerns mit diesen Steinen. Mittlerweile haben wir selber eine LehmziegelmaschineI; und es geht jetzt los mit der Herstellung eigener Öko-Ziegel (aus Erde, Sand und etwas Zement).

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Chandra beim Vermauern der Lehmziegel

Eine große Veränderung in Indien seit 2010 sind verschärfte Visabestimmungen. Ich habe ein Angestellten-Visum; dieses „Employment Visa“ wird im Land verlängert. Im Februar sagte mir der zuständige Polizeioffizier, dass ich ein neues Visum in Deutschland beantragen müsse, da ich einen längeren Europaaufenthalt plante. Beim Frankfurter Konsulat erhielt ich im Juni ein Visum von einem Monat Gültigkeit; der Konsul sagte mir, dass es kein Anrecht auf ein Visum gebe und die indische Regierung mich fernerhin nicht darum gebeten habe, das Schulprojekt zu leiten… Nach diesen harschen Worten - die wenig Interesse an der Situation der Kinder der Armen bekunden, die von unserem Projekt profitieren - blieb mir nur übrig, unmittelbar nach meiner Ankunft in Indien eine Visaverlängerung zu beantragen. Neben den üblichen Paß- und Visakopien, Paßfotos etc. sind dafür eine Einladung der Society und ein Arbeitsvertrag, eine Haftung der Society für mich und mein Benehmen im Land, Bankauszüge (zwecks Nachweis finanzieller Mittel für Aufenthalt und ggf. Rückflug), Mietbescheinigung und eine Visumsgebühr in Höhe von ca. 90.- Euro (zusätzlich zu den 175.- Euro, die ich bereits in Deutschland bezahlt habe) erforderlich. Die indische Regierung läßt sich das Visum auch von  Personen, die dem Land umfangreiche finanzielle und ideelle Hilfen zukommen lassen, gut bezahlen. In Köln sagte mir ein indischer Mitarbeiter der Visumstelle, dass Delhi keine ausländische Hilfe mehr wolle, da das Geld der Hilfsorganisationen nicht den Armen zugute käme… Als ich ihn fragte, ob er glaube, dass in dieser Hinsicht alle Organisationen gleich seien, sagte er, daß leider seine Regierung dieser Auffassung sei… Diese „offizielle Lesart“ dokumentiert m. E. ein gewisses Unverständnis der indischen Zentralregierung über die Bedingungen in den armen ländlichen Regionen, wie dem hiesigen Anantapur District. Unter diesen Bedingungen zu arbeiten, erfordert viel Idealismus; ansonsten könnten wir „Westler“ - bei den häufig widrigen und schwierigen Umständen - nicht hierzulande tätig sein, um den ärmsten der armen Kinder eine gute Schulbildung zu ermöglichen. Wir lassen uns nicht entmutigen – wir wissen, dass unser Projekt gut und richtig ist, den Kindern hilft und die Herzen vieler Menschen berührt. Martin Luther sagte sinngemäß: „Und wenn morgen die Welt untergeht, so pflanze heute noch einen Baum“. In diesem Sinn handeln wir; und in diesem Bewußtsein ist unser Naturschulprojekt zu sehen.

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Gästehaus im Werden auf dem neuen Gelände

Last not least habe ich noch eine herzliche Bitte an Sie alle: nämlich die, uns eine Sonderspende für Bepflanzung zukommen zu lassen – vielen Dank im Voraus! Im Juni bewilligten unsere Hauptförderer in Köln die prioritäre Planung für das nächste Jahr. Bis Juli 2012 sollen Verwaltungsgebäude sowie Nachtwächter- und Gärtner-Haus, das erste Gästehaus und Toiletten gebaut werden. Leider wurden uns keine Mittel für Bepflanzung zugestanden, da wir selber Bäume aus Saatgut aufziehen sollen… Aber in einem heißen Land wie Indien ist es lebenswichtig, möglichst bald schattige Plätze auf dem Gelände zu haben – dafür werden jetzt schon größere Bäumchen gebraucht. Das Finanzloch für Bäume hat unsere Kreativität ins Rollen gebracht (Koordinator Chandra Mohan hatte die Idee, dass die Schüler-Eltern Bäume spenden könnten; außerdem wollen wir RDT und Baumschulen fragen, ob wir dort Bäumchen bekommen können); dennoch brauchen wir ca. 2000 Euro für den Kauf von größeren Bäumchen. Chandra Mohan – dessen Traum es ist, ein Wüstengebiet zu begrünen - ist jetzt mit gutem Beispiel vorangegangen und hat bei Freunden und Bekannten Spenden gesammelt; er hat bereits 3000 Rupees eingenommen und hat die Vision eines Betrags von 10000 Rupees; er will noch Surpanch (Bürgermeister) und andere VIPs ansprechen. Ich hoffe, dass Sie sich von ihm inspiriert fühlen und uns eine Sonderspende zukommen lassen!

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Chandra Mohan mit 3000 Rupees Spendengeldern für Bepflanzung

Mit ganz herzlichen Grüßen!

Ihre Helga Shanti Fründt

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