Shanti Ananda

The Nature Concept School

Shanti Ananda newsletter 6/2011

 

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Schulleiterin Sabitha übergibt Projektmanager Horst das von Eltern gespendete „Pflanzengeld“

Wie bereits im letzten Newsletter berichtet, haben wir von der Shanti Ananda Schule im Juli und August für eine elementare Bepflanzung auf dem neuen Schulgelände gesammelt. In einem heißen Land wie Indien – und noch viel mehr in unserem wasserarmen und trockenen Anantapur Distrikt – ist es lebenswichtig, von Anfang an eine Bepflanzung in Grundzügen vorzunehmen. Für unsere Naturschule im Aufbau ist sie nicht nur prioritär, weil Schatten wichtig ist: wir wollen die Schule in Partizipation mit Eltern, Schüler/innen und Lehrer/innen aufbauen und sollten allen die Gelegenheit bieten, beim Bauen und bei der Bepflanzung aktiv zu werden. Von Anfang an sollen die Schüler/innen sich mit Pflanzen vertraut machen, sich um sie kümmern und mit ihnen „gemeinsam wachsen“. Eine emotionale Anbindung an das Gelände erfolgt vor allem über lebendige Organismen - Pflanzen und Tiere. Wir haben mittlerweile übrigens einen Wachhund namens Shiva – er ist uns zugelaufen. Da es hierzulande nicht üblich ist, einen „persönlichen“ Hund zu haben, wie in Deutschland, gibt es viele streunende Hunde...

Unsere Bitte, für die Bepflanzung auf dem Gelände zu spenden, stieß auf positive Resonanz. Ich möchte mich ganz herzlich für die Sonderspenden bedanken - in Deutschland wurden 230 Euro und in Indien mehr als 15000 Rupees (ca. 240 Euro) gespendet. Koordinator Chandra Mohan sammelte bei Freunden, Arbeitern auf dem Schulgelände und Bekannten 3600 Rupees; die Schüler-Eltern spendeten 5290 Rupees, Klaus (Premananda) spendete 6300 Rupees. 30 Bäumchen und Büsche wurden eingepflanzt (zehn Kokospalmen, fünf Mandel- und fünf Mangobäumchen sowie zwei größere und zwei mittelgroße Bäumchen vor dem Bauleiterbüro und zwei weitere Bäumchen dahinter. Außerdem haben wir eine Baumschule angelegt, die ständig Zuwachs erhält – momentan befinden sich dort 200 Bäumchen. Wir erhalten zudem des öfteren Saatgut- und Pflanzenspenden von Schüler/innen und Eltern; außerdem wurden einige Kleinpflanzen gekauft. Gärtner Raju brachte Kindern bei, wie man mit einem Mantram (Heilige Klänge) Pflanzen energetisiert. Die Kinder hatten ein kleines schwächliches Mangobäumchen gebracht, das mittlerweile – dank der Hilfe des Mantrams - kräftig angewachsen ist. Die Säulen der Lehmziegelhalle wurden mit schnellwachsenden blaublühenden Büschen begrünt, die allgemeine Bewunderung finden. Ein von Ungeziefer befallener Busch wurde mit einer Mischung aus Neembaumöl, Seifenpulver und Wasser besprüht; dieses biologische Mittel wird traditionell in der ökologischen Landwirtschaft eingesetzt. Ein schlecht wachsendes gelb blühendes Rankengewächs um eine Säule herum wurde beim Singen mit Klaus von uns „besungen“, woraufhin sich innerhalb von fünf Tagen (!) ein neuer starker Trieb entwickelte… Unser inspirierendes Vorbild ist das bekannte Findhorn im Norden Schottlands, das weltweit berühmt ist durch große prächtige Gemüse und Blumen, obwohl der  Boden nur aus Sand besteht. http://kleinsthof.de/Biogarten/Findhorn.php

Bepflanzung – und natürlich der kleine Bewässerungsteich vor dem Bauleiterbüro - ziehen Tiere an, die wiederum von den Kindern beobachtet werden können. Unser pädagogisches Konzept sieht vor, dass die Schüler/innen in unsere Naturschule im Aufbau „hineinwachsen“, indem sie mit Hand anlegen bei anfallenden Arbeiten wie Gießen, Unkrautjäten, Sammeln von Müll, Kehren etc. Jeden Nachmittag kommen seit Schuljahresbeginn zwei Klassen mit Lehrer/innen; die Schüler/innen gehen sehr gerne auf das neue Gelände und freuen sich schon Tage vorher darauf...

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Fünftklässler und Kindergartenkinder bei der Beobachtung von Fröschen

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Schüler/innen beim Unkrautjäten, im Hintergrund Nachtwächterhaus im Bau

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Kindergartenkinder erkunden das entstehende Verwaltungsgebäude

Das neue Schulgelände wird rege genutzt: die jeweils zwei Klassen, die nachmittags anwesend sind, spielen, sind kreativ (z. B. Modellieren mit Lehm), sammeln Sinnes- und/oder Naturerfahrungen und betätigen sich mit Gießen, Unkraut jäten usw. Einmal pro Monat – immer am 20. - findet unser „Nature Day“ statt, den wir im letzten Schuljahr eingeführt haben, um die Verbindung mit dem neuen Schulgelände zu intensivieren und zu beleben. Die oberen Klassen (5., 6. und 7. Schuljahr) und Lehrer/innen sind regelmäßig anwesend; bei besonderen Gelegenheiten kommen auch die jüngeren Schüler/innen. Im August sangen wir – in der Lehmziegelhalle - gemeinsam internationale und indische spirituelle Lieder, die von Klaus (Premananda) auf der Gitarre begleitet wurden. Linda führte ein kleines Ritual im Innern der Spirale durch, um für unser Naturschulprojekt Hilfe und Führung zu erbitten; sie brachte Cocapalli mit – eine von den Hopi-Indianern in den USA hergestellte eiserne Figur, die sehr modern wirkt und uns inspirierte - sie erinnert an die indische Gottheit „Krishna“, die auch Flöte spielt…

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Klaus (Premananda) lehrt Lieder für Mutter Erde

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Spielerische Erfahrung mit der neuen Lehmziegelmaschine

Auch „unsere“ Eltern sind sehr aktiv dabei, unser Schulgelände zu erschließen. Bei zwei Elternversammlungen hatten sie praktische Hilfe angeboten, auf die wir jetzt zurückkamen: bei der Ausschachtung der acht Löcher für die Befestigung von Eisenstangen, die das Skelett für unseren „Grünen Klassenraum“ bilden, und bei der Rodung des Landes um den – ursprünglich einzigen - Baum auf dem Land herum.

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Eltern beim Roden

Das „Grüne Klassenzimmer“  (eine leichte kostengünstige Eisenkonstruktion) wurde notwendig, weil die Klassen auf dem Schulgelände keinen eigenen Raum haben.

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Fünf Väter bei der freiwilligen Arbeit, auch Maurer Krsna ist dabei (2. v. r.)

Die sonst von den Kindern „besetzte“ Lehmziegelhalle wird mittlerweile meist von Arbeitern genutzt - sie  wird für die Lehmziegelproduktion in Anspruch genommen werden - und das zuweilen genutzte Vielzweckhäuschen ist Bauleiterbüro. So kamen wir auf die Idee, ein Natur-Klassenzimmer zu errichten: Eisenträger bilden ein „Skelett“, das mit schnell wachsenden blaublühenden Rankenpflanzen begrünt werden soll. Runde Fenster und eine Öffnung im Dach garantieren Luftzirkulation und den Blick nach draußen. In zwei Metern Abstand vom „Grünen Klassenzimmer“ werden Büsche angepflanzt, deren Geruch Mücken vertreiben soll… Rund um den Neembau herum - in der Nähe des „Grünen Klassenzimmers“ - soll eine Sitzbank arrangiert werden – eine Ruhezone für die Kinder,

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Im Werden: „Grünes Klassenzimmer“ und (im Hintergrund) Verwaltungsgebäude

Am 12. August fand in der Schule ein faszinierendes Pädagogisches Experiment statt: Unsere sechs Schüler/innen aus der 7. Klasse unterrichteten die kleinsten Kinder aus dem LKG (Lower Kinder Garden) – zumeist fünf Jahre alt. Die zwei Jungen und vier Mädchen hatten sich jeweils eine Spiel- bzw. Unterrichtssequenz überlegt, die sie mit den 20 Kleinen zusammen durchführten. Es machte ihnen viel Spaß und führte sie erstmalig in die Rolle als Erwachsene ein; für sie ist dieses Schuljahr das letzte an unserer Schule, da diese als Upper Primary School nur berechtigt ist, die Kinder bis zur 7. Klasse zu führen… Schulleiterin Sabitha, LKG-Lehrerin Anasuya und ich waren anwesend und gaben gelegentlich Hinweise und praktische Tips. In der anschließenden Besprechung sagte jede/r Schüler/in, wie es ihr/ihm ergangen war, und erhielt von den anwesenden Lehrer/innen Feedback.

Die sechs Schüler/innen der 7. Klasse

Jyothy bringt den Kleinen Reime mit Bewegung bei

Die Siebtklässler fühlten sich fast alle in der Rolle als Lehrer/in sehr wohl und kündigten an, dass sie gerne diese Erfahrung wiederholen wollen. Die Kleinen waren besonders aufmerksam und wach und genossen sichtlich den Wechsel des „Lehrpersonals“ und der Methoden – ein gelungenes pädagogisches Experiment...

Amulya als Lok führt den Zug der Kindergartenkinder an

Ganz zum Schluß möchte ich die drei „Bären“ vorstellen. Wir tragen gemeinsam energetisch dieses Schulprojekt. Wir sind hochmotiviert, unser Bestes zu geben, um dieses auf vielen Ebenen zukunftsweisende Projekt „in die Zukunft zu wiegen“. „Weiblicher“ Führungsstil im Konsens der Beteiligten, Pädagogik auf der Basis von Menschlichen Werten, ökologisches und spirituelles Bewußtsein für Mutter Erde sind nur einige Schlagworte – es geht um weit mehr als „nur“ ein Schulprojekt.

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Die drei „Bären“: Linda, Horst und ich (v. r. n. l.)

So freuen wir uns über Ihre Unterstützung – auf welcher Ebene auch immer sie stattfindet (moralisch, als Arbeitseinsatz oder in Form von Spenden). Alles ist wertvoll; unser Projekt hätte sich nie so realisieren können, wenn es nicht von vielen Menschen mit getragen würde. So möchte ich die Gelegenheit nutzen, uns bei allen Unterstützer/innen herzlich zu bedanken – allen voran bei unseren Hauptsponsoren Professor Weyer und Herbert Fründt! Allen den Menschen, die regelmäßig und/oder unregelmäßig für das Projekt spenden, die sich für uns einsetzen und/oder uns weiterempfehlen, die für uns gute Wünsche äußern, singen oder beten…

Vielen herzlichen Dank!!!

Mit ganz herzlichen Grüßen!

Ihre Helga Shanti Fründt

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