Shanti Ananda

The Nature Concept School

Shanti Ananda newsletter 1/2012

 

Zu Beginn möchte ich Ihnen ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr wünschen. Albert Einstein drückte aus, was wir mit unserer Naturschule erreichen wollen: „Ein Mensch ist ein Teil vom Ganzen, von uns „Universum“ genannt, ein zeitlich und räumlich begrenzter Teil. Er erfährt sich selber, seine Gedanken und Gefühle als etwas Getrenntes – eine Art optischer Täuschung seines Bewußtseins. Diese Täuschung ist eine Art Gefängnis, das uns auf unsere persönlichen Begierden und die Zuneigung zu den wenigen Personen, die uns am nächsten sind, begrenzt. Unsere Aufgabe muß es sein, uns von diesem Gefängnis zu befreien, indem wir den Kreis unseres Mitgefühls ausweiten, um alle lebenden Kreaturen und die ganze Natur in ihrer Schönheit zu umarmen.“

Schulausflug im Dezember 2011

Die Natur in ihrer ganzen Schönheit wurde beim Schulausflug der Klassen 1 bis 7  am 12.12.2011 bewundert. Die Exkursion ging zu einem ca. 3 km entfernten Ort; Lehrer/innen und Kinder besuchten den dortigen Shivatempel. Zum Picknicken suchten die Schüler/innen einen besonders schönen Platz aus – große Steine gibt es viele auf dem geologisch uralten Deccan Plateau; aber bei diesem fast überirdisch wirkenden Exemplar hat Mutter Natur sich besondere Mühe gegeben…

Die Schüler/innen der 6. Klasse lernen Fliegen

Schulleiter Raja Sekhar hat eingeführt, dass alle Schüler/innen freitags in weißer Kleidung erscheinen – an den meisten guten Schulen Indiens üblich. Die weiße Kleidung läßt die Kinder wie Engel aussehen, daher lernen sie jetzt Fliegen J… Montag bis Donnerstag tragen die Kinder die Schuluniformen, freitags Weiß (Weiß symbolisiert Frieden) und samstags Kleidung ihrer Wahl. Freitags wird die Pooja (religiöse Zeremonie) zelebriert, nach der Prasadam (gesegnete Speise) verteilt wird.

Verteilung von Prasadam nach der Pooja

Die neue Spendendose wird vorgeführt

Unsere Schüler/innen sind sehr gebefreudig und sozial eingestellt und haben immer in ihrem Bewußtsein, anderen zu helfen. So kamen diese Kinder aus der 5. Klasse auf die Idee, eine Spendendose zu basteln und Spenden zu sammeln, mit denen sie Armen helfen wollen. Sie sammelten auch gleich 110 Rupees; und die Spendenbox füllt sich langsam mit Spenden von Lehrer/innen, Eltern und Besucher/innen… Wenn sie voll ist, wird entschieden, für welchen Zweck sie verwendet wird.

Übergabe des von den Kindern gespendeten Geldes

Im Dezember kam ein ehemaliger Schüler von Schulleiter Raja Sekhar in die Schule, um Geld für einen Jungen zu sammeln, der eine sehr teure Augenoperation braucht (sie kostet mehr als 6 Lakhs – 600.000 Rupees, nahezu 10000 Euro). Für diesen Jungen wird an vielen Schulen Geld gesammelt; die hiesigen Zeitungen berichteten darüber. Unsere Schüler/innen empfingen den Gast sehr herzlich und spendeten freudig ca. 200 Rupees von ihrem eigenen Geld…

Herbert Müller – der im April 2010 erstmalig in der Schule war, verbrachte im Dezember drei Tage mit Projektmanager Horst Wagner auf dem neuen Schulgelände und fühlte sich dort so wohl, dass er 18 Obstbäume spendete und pflanzte.

Herbert Müller, Gärtner Raju (Mitte) und Ramesh beim Bäumepflanzen

Er vermittelte uns auch den Kontakt zu seinem ayurvedischen Arzt in Kerala, der uns ca. 70 Medizinpflanzen spenden will. Damit wird ein alter Traum der Lehrer/innen in Erfüllung gehen – ein Medizin- oder Kräutergarten auf dem Schulgelände…

Im Dezember nahmen die Schüler/innen Morenga-Bäume vom Schulgelände mit nach Hause, da wir in der Baumschule mehr aufgezogen hatten, als wir für den eigenen Bedarf brauchen. Diese wurden von ihnen an einer Stelle ihrer Wahl eingepflanzt und gewässert- als Beitrag zu einem Grünen Mudigubba. Auch die Projektwoche vom 1. – 4. Februar wird sich auf ein Sauberes und Grünes Mudigubba konzentrieren – mehr darüber in nächsten Newsletter.

Schüler/innen mit Morengabäumen für Mudigubba

Lehrer/innen und die Klassen 4 bis 7 versammelten sich am Dezember-Nature Day im noch unfertigen Gästehaus, das alle begeisterte ob seiner Architektur und harmonischen Ausstrahlung – die Achteckform hat eine fast magische Wirkung…

Nature Day-Auftakt am 20.12. im Gästehaus

Schulleiter und Lehrer/innen sagten, dass Meditation und Konzentration durch diese Form sehr begünstigt werden. Das Gästehaus – größer als geplant wegen eines Vermessungsfehlers – wird bis zur Fertigstellung unserer Klassen-Häuser (2012/13) sicher noch manches Mal für Yoga, Meditation und andere Aktivitäten genutzt werden. Momentan wird dort ein Schulgelände-Modell von einer Schüler-Arbeitsgruppe unter Anleitung von Koordinator Chandra Mohan gebastelt.

Das fertige Komposthäuschen wird bewundert

Sunneetha, Organisatorin für biologische Landwirtschaft beim befreundeten Verein JSDA, leitete uns am Nature Day bei der Anlage eines „Nadep Compost“ an. Dieser wird ebenerdig angelegt (für die Kompostgrube vor der Schule mußte gegraben werden); Wände aus Palmblättern sollen Schutz vor Tieren bieten. Ein Dach ist bei uns ebenfalls nötig, da der Kompost Schatten braucht, wir aber erst einen größeren Baum auf dem Gelände haben. Ein Dreischichten-System wird empfohlen: die erste Schicht – Kuhdung - soll Erdwürmer anziehen, organische Abfälle bilden die zweite und rote Lehmerde die dritte Schicht. Abgedeckt wird mit Kuhdung… Jeden vierten Tag wird der Kompost gewässert; nach drei Monaten soll er reif sein. Noch haben wir wenige organische Abfälle und wollen daher die Abfälle vom Gemüsemarkt und der Dung vom Ziegenmarkt sammeln und auf den Kompost aufbringen.

Auch eine Hoch- und Weitsprungbahn wurde - neben dem Weg zum Gästehaus – angelegt; denn seit November unterrichtet B. Prabhavathi, eine professionelle Sportlehrerin mit etlichen Zertifikaten in Leichtathletik, bei uns. Schüler/innen und Lehrer/innen legten aktiv Hand bei der Herstellung der Anlage an; die Kinder freuen sich darauf, demnächst erstmalig Sportunterricht zu erhalten. Damit wird das schulische Aktivitäts-Angebot wieder etwas erweitert…

Schüler/innen und Herbert Müller bei der Vorbereitung der Sprungbahn

Wir produzieren Lehmziegel für den Aufbau unserer Gebäude; unserer Vision gemäß wollen wir sie später auch verkaufen und auf diese Weise Einnahmen für das Schulprojekt erzielen. Als Koordinator Chandra Mohan im Februar 2011 am Kurs in Auroville teilnahm, sagte man ihm, dass die Herstellung eines großen Ziegels10,5 Rupees koste. Nun hat er ausgerechnet, dass ein Lehmziegel bei uns 15 bis 17 Rupees(!)  in der Herstellung kostet. Unsere Analyse der Herstellungskosten ergab:

· das Sieben der roten Lehmerde kostet pro Ziegel 3 Rupees

· die rote Erde kann – weil sie sehr spröde ist - nur zu 60% für die Ziegel-Herstellung genutzt werden, wodurch weitere 3 Rupees Kosten entstehen

Natürlich wird die Lehmerde, die wir für die Ziegelherstellung nicht brauchen können, für Bepflanzungen und Geländemodellierung genutzt – dennoch wäre es wünschenswert, den Anteil der nutzungsfähigen Erde für die Ziegelproduktion zu erhöhen. Wir lassen mit der Hand sieben; in Auroville wird maschinell gesiebt. Mit einer Maschine könnten wir den Anteil der gebrauchsfähigen Erde auf ca. 90% erhöhen und die Herstellungskosten für einen Ziegel um 4 Rupees senken. Eine Maschine würde für die Menge, die von drei Frauen in einer Woche gesiebt wird, zwei Tage brauchen. Eine Siebmaschine kostet ca. 50.000 Rupees – da wir den Hauptsponsoren gerade einen „Nachtrags-Haushalt“ für das Bauen auf dem neuen Schulgelände vorlegen, wollen wir nicht noch zusätzliche Ausgaben hinzufügen.

Arbeiterinnen tragen die rote Erde zum Sieben

So kamen wir auf die gute Idee, selber eine solche – relativ simple - Maschine zu bauen, für die ca. 25000 Rupees gebraucht werden… Schweißer, Elektriker und Schreiner sowie Projektmanager und Koordinator werden das Entwicklungsteam bilden - auch für Schüler/innen und Lehrer/innen könnte dieses Projekt interessant und inspirierend sein.

Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie uns, die Kosten für unsere Ziegelherstellung zu senken, und unterstützen darüber hinaus die Kreativität im technischen Bereich… Bitte auf der Überweisung Siebmaschine vermerken – vielen Dank!

Mit ganz herzlichen Grüßen!

Ihre Helga Shanti Fründt

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