Shanti Ananda

The Nature Concept School

Shanti Ananda newsletter 2/2012

„Heute hat die westliche Wissenschaft das Innere im Atom und das Äußere im Kosmos erreicht, um letztlich die extreme Verletzlichkeit allen Lebens zu bemerken; es wird glaubwürdig und sogar offensichtlich, dass inneres Wissen von extremer Wichtigkeit ist. Sicherlich hat die Physik die Bombe erfunden, die Biologie die biologischen Waffen, die Chemie das Nervengas und so weiter, aber ungesunde Emotionen wie Furcht, Haß und Neid bringen diese Schrecken hervor. Diese Emotionen können durch inneres Wissen erfolgreich kontrolliert, verändert und zurückgeführt werden.“

Seine Heiligkeit der14. Dalai Lama

Gloria, Akshya und Lehrerin Anasuya bei der Baby-/Kleinkindermassage

Die Kultivierung gesunder Emotionen ist wichtig für unsere Naturschule, die sich als Ziel gesetzt hat, Fähigkeiten für das Leben zu vermitteln. Genau darum geht es bei der  – aus Indien stammenden, aber hierzulande fast vergessenen – Babymassage, die Gloriain einer Weiterbildung den Lehrerinnenin Erinnerung brachte. Am 20.1. kamen mehrere kleine Kinder in den Genuß einer entspannenden Massage mit Kokosnußöl. Das Gästehaus bot dazu den idealen Rahmen – während Gloria drinnen massierte, wurden auf der Veranda unter Botidas Leitung Mantren für ein spezielles Ritual erlernt.Botida – ein Forscher auf feinstofflichem Gebiet - sagt, dass man damit Regen herbeiführen kann… Er rutete aucheinen Punkt für eine weitereBrunnenbohrungen aus und informierte uns über Zisternenbau in Rajasthan.

Schüler/innen lernen Mantren auf der Gästehaus-Veranda

Herstellung von Seilen aus Plastiktüten am Nature Day

Vormittags hatten die Schüler/innen gelernt, wie Plastiktüten sinnvoll recycelt werden können - aus ihnen lassen sich stabile Seile drehen. Der Vater von Lehrerin M. Saraswathi brachte diese Fähigkeit den Kindern bei, die sie in der Projektwoche„Sauberes Mudigubba – verbannt Plastiktüten!“ gleichweitergaben.

Vorbereitung der Projektwoche im Tempelraum der Schule

Schulleiter Raja Sekhar hatte dieses Thema für unsere vierte Projektwoche (1. – 4.2.) ausgewählt; das Kollegium hatte die Aktivitäten gemeinsam geplant und vorbereitet. Im Vorfeld wurden Papiertaschen und -körbe gebastelt und Stofftaschen genäht.Raja Sekhar war es schon seit langemein „brennendes Bedürfnis“, dieses – für Indien so elementar wichtige – Thema praktisch umzusetzen.

Präsentation einer - von Lehrerinnen genähten – Stofftasche in der S. C. Colony

Diese sehr gute Idee wurde noch getoppt von der innovativen Planung, dass die Schüler/innen ab der 4. Klasse in die „S.C. (Scheduled Castes) Colony“ (Siedlung der Unberührbaren) gehen sollten, um sie über die gesundheitlichen und ökologischen Gefahren von Plastiktüten (im Vorfeld gut informiert von Schularzt Mussal Reddy) aufzuklären und ihnen die Herstellung von Papiertaschen (aus Zeitungen)und Seilen aus selbstgesammelten Plastiktüten beizubringen.

Vorführung ökologisch wertvoller Taschen in der S.C.Colony

Herstellung eines Seils aus vor Ort gesammelten Plastiktüten

Die Kinder erklärten außerdem den Gebrauch von Papierkörben (in Indien weitgehend unbekannt, da meist alles auf die Straße geworfen wird) und Sinn und Anwendung von Kompostgruben, um biologische Abfälle zu verwerten. Am Nature Day im Februar sollin der S. C. Colonyeine Kompostgrube angelegt werden).

Die vor Ortangefertigte Papiertasche wird präsentiert

Am dritten Tag der Projektwoche gab es einen Umzug durch Mudigubba (Kinder ab der 1. Klasse) für ein Verbot von Plastiktüten;Höhepunkt war der Besuch von fünf Behörden. Nebenbei wurden Informationsblätter an die Bevölkerung verteilt.

Übergabe einer Anti-Plastik-Petition an den Schulbeamten (M. E. O.)

Das anführende „Dreigestirn“, bestehend aus dem Plastikmonster (in einem eigens von Schulleiter Raja Sekhar genähten Plastikanzug), Bharat Mata (Göttin Indien) und Mutter Erde (mit Globus vor dem Bauch) überreichteden fünf Amtsleitern (MRO – Mandal Revenue Officer, MDO – Mandal Development Officer; MEO – Mandal Education Officer, Polizei und Panchayat - Bürgermeister)Petitionen für den Bann von Plastiktüten) und diskutierte inhaltlich mit ihnen.

Erstellung von Unterrichtsmaterialien mit Kernen und Körnern

Die jüngeren Schüler/innen bastelten Lehr- und Unterrichtsmaterialien und malten.

Stand „Gesundes Essen“ im Gästehaus

Am vierten Tag wurden die in und vor der Projektwoche gebastelten Gegenstände im Gästehaus (auf dem neuen Schulgelände) ausgestellt; außerdem gab es eine Lehmziegel-Präsentation in der Lehmziegelhalle. Unter den Exponaten befand sichauch ein (noch nicht ganz fertiges) Modell des Schulgeländes mit unserer Vision der neun achteckigen Klassenräume als Spirale angeordnet. Außerdem gab es Stände zu gesundem Essen und gesundem Zähneputzen, Informationen zur Verfallszeit diverser Materialien, zum Bau einer Kompostgrube und und… Die Schüler/innen hatten viel Freude dabei, den Schüler/innen eineranderen Schule alles zu erklären und vorzuführen; diese schrieben eifrig Notizen in ihre Hefte...

Besucher-Ansturm auf die Ausstellung im Gästehaus

Diese Projektwoche war ein großer Erfolg und fand viel Beachtung in der örtlichen Presse – es gabinsgesamt 12 Zeitungsartikel. Erstmalig wurde auch ein Film als Dokumentation gedreht. Sowohl Kinder als auch Lehrer waren begeistert, zufrieden und stolz. Wir haben vor, den zweistündigen Film (80 Minuten über die ersten drei Projekttage und 40 Minuten über die Ausstellung) zu überarbeiten und bei YouTube einzustellen. Wer Interesse am Film hat, möge sich bei mir melden…

Der am 26.1. im Deccan Chronicle veröffentlichte Artikel„Bewegt euch, sonst wird das Chaos die Totenglocke für das indische Erziehungssystem läuten…“ wirft ein Schlaglicht auf das indische Erziehungssystem- Indien befindet sich in der PISA-Studie an der 72. Position von 73 Ländern.Verfasser S. Mondal: „Niemand scheint sich darum zu kümmern, die Schüler auf ein Leben nach der Schule vorzubereiten.“D. Mukerjea (Pädagoge und Autor): „Ich kann kein Erziehungssystem erkennen, das irgendjemanden erzieht, wenn die Basis nur Büffeln, Schwitzen und Schinderei ist…“ Prof. H. M. Kulshrestha, Institut für Schulpsychologie: “Schätzungen einer Erhebung aus dem Jahr 2005 zeigen, dass ein großer Teil der Graduierten einen Mangel an Basis-Fähigkeiten wie guten Kommunikations-Fähigkeiten, sozialer und personeller Statur hat.”Professor a. D. H.Rao,„Board of Intermediate Education“: „Unser…Erziehungssystem basiert nur auf Büffeln… Weil (es) weder konzeptorientiert noch praktisch orientiert ist…, liegen unsere Kinder im internationalem Vergleich weit hinten.“ Mukerjea: „Kinder sollten dazu inspiriert werden, zu lernen, dass die Macht des Spielens immer über Machtspiele triumphieren wird. Klassenzimmer sollten ernsthafte Spielzonen werden.“ Er glaubt, dass Indien mit dem gegenwärtigen Erziehungssystem niemals unter die TOP 10 der PISA-Studie aufrücken kann… „Die Antiquiertheit unseres… Lernsystems ist erstaunlich. Neue Dimensionen des Lernens entfalten sich mit überwältigender Geschwindigkeit.Entweder wir bewegen uns vorwärts oder bleiben „tot…“

Der diesjährige Republic Day (26.1.) stand unter einem besonderen Stern: er wurde illuminiert durch einen Brand. Ein Starkstromkabel fiel auf das Schulgelände-Kabel und verursachte bei uns Schäden in Höhe von einigen Tausend Rupees; in der angrenzenden S. C. Colony gingen Reiskocher und Fernseher kaputt. Wir hatten mehrere Stunden keinen Strom; die Schüler/innen mußten ohne Musikbegleitung tanzen…  Dennoch hatten unsere Gäste Monika, Silvia, Gloria und Elisabeth einen positiven Eindruck vom Schulgelände; sie bewunderten die kreative Architektur und fühlten sich gut bei uns aufgenommen. Schuluniformen und Preise für die Spiele wurden von ihnen an die Kinder verteilt.

Bharat Mata (Göttin Indien) hat Durst…

Mit ganz herzlichen Grüßen!

Ihre Helga Shanti Fründt

Spendenkonto der Anahata Stiftung

für die Naturschule Mudigubba

Bank für Sozialwirtschaft

Ktn: 375 1241 124

BLZ: 700 205 00

BIC BFSWDE33MUE

 

IBANDE72700205003751241124

Für Spenden erhalten Sie eine steuerlich anerkannte Zuwendungsbestätigung.

Bitte auf dem Überweisungsträger Namen und Adresse angeben!

Donations

Foreigners should give their donation to the

FCRA account:

Shanti Ananda Education Society

Account No.: 185410100007532

IFSC: ANDB0001854

Andhra Bank, Mudigubba Branch

India


German account:


Spendenkonto der Anahata Stiftung fuer Naturschule Mudigubba

Bank für Sozialwirtschaft

Kt-Nr.: 375 1241 124

BLZ: 700 205 00

IBAN: DE72700205003751241124

BIC: BFSWDE33MUE


Indian persons might give their donation to the

General account:

Shanti Ananda Education Society

Account No. 19073080607

Andhra Pragathi Grameena Bank

Mudigubba Branch

India

Search

Nature Day Photos

Ausstellung1.jpg

Login Form