Shanti Ananda

The Nature Concept School

Shanti Ananda newsletter 4/2012

 

Justierung eines A-Rahmens im Bauleiterbuero

Im heissen Monat Mai fand auf dem Schulgelaende eine sehr wichtige Aktion statt: Contour Bonding (auch Bunding genannt) - ein struktureller Eingriff in die Topographie des Gelaendes, der der Sammlung von Regenwasser und der Sicherung des Bodens dient – dieser wuerde auf dem abschuessigen Gelaende bei laengerem Regen sonst in den See abrutschen...

Koerperuebungen fuer Eltern und Arbeiter zum Tagesbeginn

Anleiter Kasi findet mit dem A-Rahmen den Linienverlauf heraus

Der – sehr harte - Boden wird auf meist schlangenfoermig verlaufenden Linien in gleicher Hoehe (mit dem A-Rahmen ausgelotet) bis zu einer Tiefe von ca. 60 cm ausgehoben; in die neben den Graeben aufgehaeufte Erde sollen Waldbaeume gepflanzt werden, diedurch ihr Wurzelwerk sichern sollen. Sie werden – durch das in der Monsunzeitin den Graeben sich ansammelnde Regenwasser bewaessert und mit Schlamm aus dem See  zusaetzlich geduengt - den Anfang unsererPermakultur bilden und das Gelaende massgeblich praegen.

Markieren der Verlaufslinien mit Kreidepulver

Eine Gruppe Eltern hat die ersten Graeben ausgehoben

Angeleitet wurde diese Aktion von Kasivisvanathan (Kasi), Landwirtschafts-Experte mit breiter Erfahrung (http://aditicert.net/about-us/), der bereits den Aufbau des Ananda Forest nahe Puttaparthi(einziges zusammenhaengendes Waldstueck weit und breit, Anfang der 90er Jahre als Permakultur auf einem wuestenaehnlichen Gelaende angelegt) begleitet hat. Kasi stellt sich vor, dass unser Gelaende in einigen Jahren aehnlich aussehen wird, d.h. wie ein Dschungel...

Eltern mit Stemmeisen auf dem Weg zum naechsten Aktionsplatz

Wir hatten fuer diese wichtige Aktion 10 Tage veranschlagt; Gruppen von Eltern sollten die insgesamt mehr als 300 m Contour Bonding-Linien auf dem Gelaende ausheben. Da die Eltern keine Schulgebuehr fuer ihre Kinder bezahlen, sondern nur den Mitgliedsbeitrag fuer die Shanti Ananda Education Society, sollen sie als Ausgleich drei Tage pro Schuljahr freiwillige Arbeiten leisten. Alternativ koennen sie auch eine/n Vertreter/in beauftragen oder 100 Rupees bezahlen. Die meisten Eltern kamen diesem Aufruf bereitwillig nach – 70% waren bereit, diese schwere Arbeit bei Temperaturen von mehr als 40 Grad durchzufuehren. Dennoch war es notwendig, zusaetzlich einen Bulldozer einzusetzen; die von ihm ausgehobenen Graeben wurden von Elterngruppen nachgebessert.

Bulldozer in Aktion beim Graebenziehen

Kasi hat uns empfohlen, auf dem Gelaende einen Brunnen anzulegen, um unsere Wasserversorgung abzusichern; denn die beiden Grundwasserbohrungen sind nicht sehr ergiebig. Da das Gelaende neben dem – momentan ausgetrockneten - See von Mudigubba angesiedelt ist, wuerde ein Brunnen Sinn machen – die Erde um den See herum enthaelt sicherlich mehr Wasser... 10 m Tiefe sollten fuer den Brunnen ausreichen. Ausserdem empfiehlt Kasi einen V Shape Pit (Wasserbecken in V-Form) neben der ersten Grundwasserbohrung; dieseswuerde, bei Regen mit Wasser gefuellt,auf die umgebende Erde Druck ausueben undsomit zu einer effektiveren Nutzung der Grundwasserbohrung fuehren. Um Spenden fuer einen Brunnen und fuer eine Regenwassersammelanlage zu sammeln, werde ich in Kuerze bei www.betterplace.org einen Spendenaufruf schalten...

Blick auf das Gelaende waehrend des Contour Bondings

Elterngruppe nach getaner Arbeit neben dem Bauleiterbuero

Die Auswertung der Contour Bonding-Aktion ergab, dass sie etwas laenger gedauert hatte als geplant, aber gut gelaufen war. Wir haben unser Ziel erreicht und das gesamte Gelaende durchstrukturiert; dieses ist der ersteSchritt fuer jede weitere Massnahme. Mittlerweile sind wir dabei, in der Baumschule Hunderte von Baeumchen vorzuziehen, die in der demnaechst beginnenden Monsunzeit eingepflanzt werden sollen. Kasi hat uns eine Reihe von Baeumen empfohlen, die besonders geeignet sind – u. a. Cashewnuss-, Morenga- und Teakbaeume. Im ersten Jahr sollen ca. 1200 Waldbaeume gepflanzt werden, im zweiten Jahr koennen wirmit der Pflanzung von Obstbaeumen beginnen. Die Baeume sollen spaeter auch zur Refinanzierung des Projekts dienen. Kasi hat sich bereit erklaert, uns als staendiger Begleiter zur Seite zu stehen und wird ab Juni einmal monatlich fuer zwei Tage auf das Schulgelaende kommen und die praktische Arbeit vor Ort mit Rat und Tat unterstuetzen.

ShantiPrema mitLehmhaeuschen

ShantiPrema, 5 jaehriges Toechterchen von Projektmanager Horst Wagner, die stolz ein mit „Daddy“ zusammen gebautes und von Gaertner Raju liebevoll mit Blumen geschmuecktes Lehmhaeuschen praesentiert, ist ein gutes Beispiel fuer Lernen mit Spass und Begeisterung. Mit diesem Thema hat sich Professor Gerald Huether, deutscher Professor für Neurobiologie, intensiv auseinandergesetzt: „...leite ich die Zentralstelle für Neurobiologische Präventionsforschung der Psychiatrischen Klinik der Universität Göttingen und des Instituts für Public Health der Universität Mannheim/Heidelberg. Wissenschaftlich befasse ich mich u. a. ... mit dem Einfluss früher Erfahrungen auf die Hirnentwicklung, mit den Auswirkungen von Angst und Stress und der Bedeutung emotionaler Reaktionen bei Lernprozessen und der neurobiologischen Verankerung von Erfahrungen... Ich versuche als „Brückenbauer“ zwischen wissenschaftlicher Forschung und gesellschaftlicher bzw. individueller Lebenspraxis tätig zu sein. Ziel meiner Aktivitäten ist die Schaffung günstigerer Voraussetzungen für die Entfaltung menschlicher Potenziale, speziell im Bereich Erziehung und Bildung sowie auf der Ebene der politischen und wirtschaftlichen Führung.“http://www.gerald-huether.de/populaer/ueber-gerald-huether/wofuer-ich-arbeite/index.php. Spass und Begeisterung beim kindlichen Tun werden von Huether als Duenger fuer das Gehirn bezeichnet, die zur besseren Verdrahtung und in der Folge zu besseren Lernergebnissen fuehren...Im Vortrag „Begeisterung ist Dünger fürs Gehirn“ (Vortraegemit Hoerproben: http://www.gerald-huether.de/populaer/audio/vortraege/index.php) geht Huether auf die Vorgaenge im Gehirn ein, die sich bei Begeisterung abspielen. Neuroplastische Botenstoffe werden ausgeschuettet, die das Gehirn ‚duengen“ und damit fuer schnelles und nachhaltiges Lernen sorgen. Huether hat die Forderung aufgestellt, dass wir keine Lehrer, sondern Lerncoaches brauchen, um Kreativitaet und Begeisterungsfaehigkeit zu foerdern.Auf der Website der Sinn-Stiftung http://www.schulen-der-zukunft.org/ geht es darum, wie die Schulen der Zukunft aussehen sollten, damit „Eigensinn, Kreativitaet, Querdenkertum und soziale Kompetenz gefoerdert werden“, die die Gesellschaft der Zukunft braucht.

Natuerlich sind wirhier in Indien noch Aeonen von diesem Ziel entfernt, aber vielleicht koennen wir mit unserer Modellschule im Aufbau einen kleinen Beitrag in diese Richtung leisten... Unsere Schueler/innen sind jedenfalls meist mit Spass und Begeisterung bei der Sache und wissen es zu schaetzen, in einer Atmosphaere von Liebe und Wertschaetzung lernen zu koennen. Als im letzten Schuljahr die Siebtklaessler verabschiedet wurden (Unsere Upper Primary School darf nur bis zur 7. Klasse unterrichten, die Kinder muessen ihre weitere Schullaufbahn an einer anderen Schule fortsetzen), gab es viele Traenen, auch bei den Lehrer/innen.

Eine Kooperation der Shanti Ananda Schule mit dem Naturgut Ophoven, Leverkusen, zum Thema Klimawandel ist im naechsten Schuljahr – das am 13. Juni beginnt – geplant.Das beim Naturgut angesiedelte Kinder- und Jugendmuseum „Energiestadt“ baut eine neue innovative Ausstellung auf: „Arbeitstitel: EnergieStadt unterwegs - Die Suche nach dem Klimaglück... Themenschwerpunkte sind der Klimawandel in den verschiedenen Regionen unserer Welt, seine Folgen und Konsequenzen für Menschen, Tiere und Pflanzen... Es soll vermittelt werden, dass Klimawandel nicht nur Auswirkungen auf das Wetter hat, sondern auch auf Landschaften, die Kultur, Flora und Fauna, das soziale Miteinander sowie die Wirtschaftsweise einer Region. Eng mit diesen Auswirkungen verbunden ist natürlich auch das persönliche Wohlergehen der Menschen, die in diesen Regionen leben. Indem wir unsere Besucher nach dem Glück suchen lassen, beginnen sie zu verstehen, dass der Klimawandel nicht nur über Regen und Sonne entscheidet , sondern bereits jetzt in starkem Maße das persönliche Leben von Millionen von Menschen beeinflusst“. (U. Pfeiffer-Frohnert, Naturgut Ophoven, www.naturgut-ophoven.de).

http://www.naturgut-ophoven.de/uploads/RTEmagicC_grundriss.oben_05.jpg.jpgVirtueller Rundgang durch das jetzige Kinder-und Jugendmuseum Enerigestadt

Der Beitrag der Shanti Ananda Schule wird u. a. darin bestehen, Fotos, Filme und Originaltoene fuer Installationen im Kinder- und Jugendmuseum „Energiestadt“ beizusteuern - ein hochinteressantes Projekt, dem unsere Lehrer/innen mit Spannung entgegensehen und an dem die Kinder sicher Freude haben werden..

Mit ganz herzlichen Grüßen!

Ihre Helga Shanti Fründt

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