Shanti Ananda

The Nature Concept School

Shanti Ananda newsletter 6/2012

In den letzten Wochen hat es endlich mehrfach geregnet - sehr foerderlich fuer das Pflanzen der Baeumchen, die den Anfang unserer Permakultur bilden. Der Schlamm vom nahegelegenen See - ein natuerlicher gehaltvoller Duenger, der an den Pflanzstellen fuer Baeumchen verteilt worden war - wurde durch das Regenwasser aufgeweicht. Schueler/innen und Lehrer/innen hatten viel Spass beim Baeumepflanzen. Um den frischgepflanzten Baeumchen den wichtigen “Anfangskick” zu geben, hoffen wir auf weiteren Regen...

Schueler/innen pflanzen Waldbaeume

Am Nature Day im Juli (21.7.) fuehrten Schueler/innen, Lehrer/innen, Angestellte und Arbeiter/innen ein Regenritual auf dem neuen Gelaende durch - mit heiligen Mantren, die selbst in Wuestengegenden schon Regen herbeigefuehrt haben sollen. Bei dieser Gelegenheit wurden auch die beiden ersten Heiligen Baeume gepflanzt: ein Neembaum sowie ein Banyonbaum, gespendet von Lehrerin und Vereinspraesidentin M. Saraswathi. Das Regenritual war aeusserst erfolgreich; schon waehrend der Zeremonie zog sich der Himmel zu... Bald regnete es in Stroemen; wir mussten das Ritual abbrechen, um nicht allzu nass zu werden. Einige Kinder und Lehrer/innen fluechteten in das nahegelegene Gaestehaus, die anderen eilten zur Ziegelhalle, wo die Feier zum 60. Geburtstag unseres ersten Hauptsponsors Herbert stattfinden sollte. Die Geburtsfeier fand in einer sehr beschwingten Stimmung statt, weil gleich zwei Hoehepunkte zusammenkamen: der sehnlich erwartete starke Regen und die riesige Geburtstagstorte, die in 210 Stuecke aufgeteilt wurde.

Pflanzen des ersten Heiligen Baums

Regenzeremonie im Medizinrad

Geburtstagsfeier in der Ziegelhalle

Dennoch ist und bleibt die Wassersituationaeusserst kritisch; der Monsun in diesem Jahr war schwach und gilt offiziell als “Failure” (Versager). Die meisten Wasserreservoire in Indien sind fast leer. Stromsperrungen und -ausfaelle sind die Folge, da in diesem wasserarmen Land nach wie vor der meiste Strom ueber Wasserkraft (!) gewonnen wird (http://www.tagesschau.de/ausland/indien-stromausfall100.html und http://www.tagesschau.de/ausland/indien-stromausfall102.html?r=&lid=188192). Auch die Trinkwassersituation ist problematisch. Indien steht – wie schon des oefteren – mal wieder mitten in einer groesseren Krise… Waehrend ich diesen Newsletter schreibe, habe ich auch - mal wieder - keinen StromDer Grundwasserspiegel im Land sinktweiterhin ab; im Bundesstaat Karnataka geht man mittlerweileauf ueber 330 Meter (!) herunter.  Aber wir halten uns an Martin Luther, der gesagt hat: "Auch wenn morgen die Welt untergeht, so pflanze ich heute noch einen Baum".

Seit einigen Wochen gibt es – neben Wachhund Shiva – ein weiteres Tier auf dem Gelaende: Raju - ein zehn Monate altes Pferd, das momentan sehr von den letzten Regenfaellen profitiert: frisches gruenes Gras waechst zuhauf auf dem Schulgelaende; und Raju frisst 20 Stunden am Tag. Selbst nachts schlaeft er nicht laenger als eine halbe Stunde am Stueck, weil er wieder Gras fressen will… Wenn Raju sich bei uns eingewoehnt hat, sollen die Kinder auch die Gelegenheit erhalten, auf ihm zu reiten… Sie sind begeistert von dem neuen Bewohner, beobachten alle seine Bewegungen aufmerksam und gruessen ihn, wenn sie das Gelaende verlassen oder betreten.

Pferd Raju vor dem Gruenen Klassenzimmer

Andrea Partheymueller-Gerber und  Angelika Gigauri, zwei deutsche Lehrerinnen aus Sueddeutschland,haben2010 und 2011 Workshops (Yoga und Kreativitaet) bei uns gegeben. Am 23. August kommen sie wieder nach Indien und werden sich dieses Mal – erstmalig auf dem neuen Schulgelaende – neben dem Yoga mit dem Faerben mit Pflanzenfarben befassen – ein spannendes und bei uns bis dato noch vollkommen unbekanntes Thema.

Andrea und Angelika im Juni 2011 vor der Schule

Andrea hat die Schuelerinnen ihrer Yogakurse in ganz besonderer Weise inspiriert: „Die Schülerinnen meiner Yogakurse haben... Muffins gebacken und in der Pause verkauft... Der Erlös von 150,-€ liegt noch im Safe der Schule und ich hoffe ihn beim diesjährigen Schulfest... aufzustocken!...

Muffinverkauf in der Pause im Frankenwald-Gymnasium in Kronach

Zwei Lehrerinnen und eine 8. Klasse werden Pflanzen verkaufen, und der Erlös soll für Pflanzen auf dem Gelände benutzt werden.Wir stellten uns das sehr schön vor. Hier werden Pflanzen verkauft und dort angepflanzt...“Andrea und ihr Mann Daniel haben auch die Gaeste bei ihrem 25. Hochzeitstag um einen kleinen Beitrag für die Schule gebeten:„Die "Einnahmen" anlässlich unserer silbernen Hochzeit beliefen sich auf 375,-€, diesen Betrag habe ich heute zusammen mit weiteren 381.-€ auf das Konto der Anahata Stiftung zu Gunsten der Mudigubba Schule überwiesen - dieses Geld kann für den Brunnen genutzt werden. Wie es zu dem letzten Betrag kam, muss ich Dir noch berichten:...Angelika und ich (waren) in Italien auf einem Seminar für Architektur und Kunst. Die Aufgabe war, einen Garten-Sitzplatz (für 60 Menschen) zu entwerfen - mit spezieller Gedankenbildung und Vorstellungs-Uebungen. Auch Gärtner waren anwesend.Bei einem der Früstücke im Hotel waren wir in lustiger Runde und redeten über persönliche Reiseziele, und ich hatte einen anregenden Gedankenaustausch mit einem Gärtner aus der Schweiz. Der berichtete mir von Reisen nach Sri Lanka. Ich sprach von den Reisen nach Indien und den Zielen von Angelika und mir. Da er bereits etwas abwesend schien, dachte ich meinen Bericht abzukürzen und mich baldigst zu verabschieden - doch da legte mir der Gärtner einen Bündel Geldscheine auf den Frühstückstisch und meinte, dass wir sicher Geld nötig hätten für die Kinder, und er kenne die Situation zur Genüge aus Sri Lanka.Als ich nachzählte waren es 500,- Dollar (381,- €) dabei heraus.“ Dieser Bericht ueber Andreas Engagement hat mich sehr beruehrt. Im letzten Jahr wurdenuebrigens an „Andreas Schule“ Basteleien unserer Schulkinder zusammen mit eigens hergestellten Bastelarbeiten der deutschen Schüler/innen verkauft.

Basar mit indischen Basteleien im Frankenwald-Gymnasium in Kronach 2011

Vielen herzlichen Dank fuer Dein Engagement, Andrea!

Verwaltungsgebaeude im Werden

Das Verwaltungsgebaeude befindet sich mittlerweile im fortgeschrittenen Zustand– die Mauerarbeiten sind fast beendet, anschliessend kommt der Aufbau des Daches. Wir rechnen damit, dass es Oktober/November fertiggestellt sein sollte. Sieben Raeume sowie der Entreebereich stehen dann zur Verfuegung. Eigentlich sind diese fuer Schulleiterbuero,Lehrerzimmer, Vereinsbuero, Computerraum, Buecherei sowie zwei Fachraeumegedacht, sollenaber voruebergehend als Schulraeume dienen – bis die Klassenraeume fertiggestellt sind. Lehrer/innen und Schueler/innen fiebern diesem seit Jahren ersehnten Umzug entgegen und hoffen, dass der Zeitplan realistisch ist... Aber auch jetzt schon wird das neue Schulgelaende intensiv fuer Unterricht genutzt: Gaestehaus und Gruenes Klassenzimmer sind gerne frequentierte Raeume. Wir haben den Stundenplan geaendert, um einen eher projektaehnlichen Unterricht zu ermoeglichen: jeden Tag hat jede/r Lehrer/in vier Unterrichtsstunden am Stueck zur Verfuegung, so dass der An- und Abmarsch hin und zurueck zur Schule problemlos moeglich ist. Die Lehrer/innen sind von dieser Zeiteinteilung sehr angetan – mehr Effizienz und weniger Stress. Auch die indischen Schulbuecher sind zum neuen Schuljahr erfreulicherweise praxisbezogener und bunter geworden – ein grosser Gewinn! Der Chief Minister von Andhra Pradesh hat sogar dazu aufgerufen, einen praxisbezogeneren Unterricht durchzufuehren...

Mit ganz herzlichen Grüßen!

Ihre Helga Shanti Fründt

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